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meiner Meinung nach eines der vorzüglichsten „Die Schach-spieler". Zwei Geistliche, der ältere, der behäbige Wirthdes Hauses, der jüngere, sein Besuch, spielen beim Kaffeeeine Partie Schach. Der Herr Pfarrer erwartet den Zugdes unsicher nachdenkenden Gastes und trommelt derweilenmit den Fingern auf dem Tisch, im gemüthlichen Gefühlder Ueberlegenheit und zugleich etwas ungeduldig überdes Gegners Unschlüssigkeit.
Das ist allerdings auch sehr wenig als Gegenstandeines Bildes, aber es ist unbeschreiblich, welches Leben ausdiesem Bilde athmet. Ein grösseres figurenreiches Bild des-selben Autors, „Eine Auction in einem Schlosse", zeigt unseine Sammlung verschiedenster Figuren und Charaktere,wie sie das gewöhnliche Leben zeigt, alle sind vortrefflichgetroffen, aber da dem ganzen eigentlich ein Mittelpunkt,eine Haupthandlung fehlt, so zersplittert sich unser Inter-esse daran in lauter Einzelbeobachtung und das verdienst-volle Werk fesselt uns weniger.
Ein drittes Bild zeigt eine Familienscene unter Ber-nischen Landleuten; der Vater liest einen Brief vor, Mutterund erwachsene Tochter, ein sehr hübsches Mädchen, hörenzu; vermuthlich handelt es sich um einen Heirathsantragund wir denken und rathen allerlei in Vergangenheit undZukunft.
Sämmtliche Bilder von Vautier sind von feiner, etwasgrauer Färbung und von höchst eleganter, meisterhafter,freier Behandlung, welche in allen Theilen sehr charakte-ristisch ist. Unter Zimmermann's zahlreichen Bildern sind diefrüheren nicht alle so vollendet und meisterhaft, wie das zu-vor genannte. „Die theure Zeche", wohl eines der ältestendarunter, zeigt uns mit komischem Humor eine Bauern-gesellschaft, welche sich bei einem städtischen Restaurantgütlich gethan hat und jetzt über die Rechnung in einenblassen Schrecken geräth, worüber EJÜlner und andereGäste sich still ergötzen.
Bedeutender ist „Der verirrte Sohn", welchen die