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raschender Lebendigkeit dargestellt ist. In Bezug auf dielebendige Auffassung könnte man dies Bild ohne Nachtheildesselben jenen vortrefflichen Darstellungen ähnlicher Be-gebenheiten von Horace Vernet zur Seite stellen, mangeltenicht der Ausführung des Einzelnen die Feinheit jenes un-übertrefflichen Meisters oder überhaupt jede Feinheit.
Weniger gelungen ist die Gruppe der angreifendenReiter, welche eigentlich einen wirren Knäuel bilden, worinnichts Einzelnes zur klaren Erscheinung kommt. Es kannwohl keinen grösseren Beweis für die vortreffliche Auf-fassung und für den geistig künstlerischen Werth desBildes geben als den, dass es uns unwiderstehlich anziehtund fesselt, obgleich der Vortrag, die Ausführung von einerwirklich rücksichtslosen Derbheit, ja Roheit ist.
Der Künstler hat sich auch nicht im Geringsten umdie technische Vollendung seines Werkes bekümmert, siedient ihm lediglich zum Ausdruck seines Gedankens unddes Thatsächlichen; Deutlichkeit scheint des Autors einzigesÄugenmerk gewesen zu sein. Es war bekanntlich zur Zeitder Schlacht sehr schlechtes Wetter, der Boden war er-weicht von langem Regen, die Kämpfer wateten in nassemKorn auf zertretenen kothigen Feldern. Das hat nun derKünstler (in beiden Bildern) recht anschaulich machenwollen und gemacht, die Kämpfer, die Pferde, die Kanonen,Alles ist wörtlich in Dreck (sit venia verbo) getaucht undumgewälzt. Die Pferde der Cuirassiere starren davon undverlieren fast die Gestalt vor anklebendem Schlamm undSchmutz, die Gefallenen sind im Schlamm begraben; inder That hat diese Beschlabberung einen kolossalen Maass-stab angenommen, der Künstler hat den Koth factisch auf-getragen, so dick der Pinsel ihn geben wollte, es würdehinreichen für lebensgrosse Figuren. Und so naiv, wiediese Behandlung ist auch die Farbe, jede Localfarbe istdeutlich und ganz, roth ist roth, blau — blau, weiss —weiss, und nur der alles überziehende Schlamm vermittelteinigermaassen.