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Ich schätze diese Naivetät der Darstellung sehr hoch,denn sie ist acht und ohne alle jene Affection, welche dieMaler neuerer Schule so oft unter anscheinende Naivetätverbergen, um einen Reiz des Neuen zu gewinnen; wieaber in Allem das Maasshalten gut ist, so auch hier; einegrössere Feinheit der Behandlung, würde der Energie derDarstellung nicht schaden und der Beschauer würde nebenden ausserordentlichen Vorzügen des Bildes nicht den garso plumpen und geschmacklosen Vortrag zu bedauern haben,an welchen er sich schwerlich gewöhnen kann.
Beiläufig kann ich hier eines Bildes von H. vonMaree's in München erwähnen, welches den Tod Schill'sdarstellen soll, vielleicht auch darstellt, aber durch dieabsurde Behandlung, das übertriebene dicke Auftragen derFarben, wie mit der Maurerkelle („maconnee" nennen dieFranzosen diese Behandlung) völlig unsichtbar geworden ist.
Von den Wirkungen führt uns G. Graef in Berlin zuden Ursachen jener Kriege und Siege zurück und zeigtuns, wie die Helden-Heere entstanden, welche jene Siegeerfochten, und das Vaterland von fremdem Joche befreiten.
„Der Auszug der preussischen Landwehr in's Feld nachEinsegnung in der Kirche 1813" ist ein sehr verdienst-liches Werk voll Ausdruck und innigem Gefühl; es athmetganz die feierlich - fromme, gehobene Seelenstimmung,welche sich in jenen Tagen des norddeutschen Volkes be-mächtigt hatte.
Und so könnte ich noch einige Werke hier anreihen,führte eine Aufzählung von Allem nicht gar zu weit; auchdie „Schlacht bei Grossbeeren" von Georg Bleibtreu inBerlin, aber der Künstler hat in einem beweglichenSchreiben gebeten, ich möge über seine Werke schweigen,weil andere Kritiker ihn besser zu schätzen wüssten, alsich, der ich dieselben gar häufig arg getadelt hätte. —
Es ist eine schlimme Sache um eine ehrliche Kritikund ein verdriesslich Geschäft, sie zu machen!
1 Da aber, wie Geben seliger ist denn Nehmen, Loben