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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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lassen. Das Bild ist sehr gut gemalt, und viel klarer undfeiner von Farbe, wie andere Werke des Meisters.

Die Schlacht von Waterloo ist dargestellt: von AdolphNorthen in Düsseldorf, und zwar zwei Momente aus der-selben; in einem grösseren Bilde den Hauptangriff derEngländer am Schluss des Schlachttages, in einem klei-neren eine Episode der Vertheidigung in den ersten Stun-den der Schlacht.

Beide Bilder sind allerdings mehr vom Standpunkt dessoldatischen Standesinteresses aufgefasst und verrathen diewelthistorische Bedeutung des Momentes, welchen sie dar-stellen, weiter nicht; ihr Autor hat es sich in diesen, wiein anderen Gemälden zur Aufgabe gemacht, die Special-geschichte seiner in engerem Sinne heimischen Truppe, derHannover'schen, zu verherrlichen; beide Bilder sind aber inihrer Weise höchst bemerkenswerthe Erscheinungen. Esist eine Lebendigkeit und eine Leidenschaftlichkeit in diesenDarstellungen, wie sie kaum in einem anderen Werke derZeit und Art erscheint, und zugleich eine Naivetät der for-mellen Auffassung und Darstellung, welche ebenfalls einzig ist.

In dem grösseren Bilde ist diese Naivetät und die kind-liche Unbefangenheit der Darstellung aber doch wohl etwaszu gross; man wird unwillkürlich an die grellen Aus-hängebilder vor unseren Jahrmarktsbuden erinnert; wie indiesen, ist zugleich die ganze unübersehbare Schlacht undauch die einzelnen, handelnden Personen deutlich darzu-stellen des Künstlers Absicht, und dadurch erhält die Dar-stellung etwas Kleinliches; Alles rückt gar so nahe auf-einander und verliert das rechte Verhältniss. Wir fühlenuns versucht, diese rothen und blauen Grenadiere zu zählen;die einzelnen Figuren erhalten, es ist nicht zu vermeiden,etwas Schematisches, das Ganze erinnert einigermaassen aneine Aufstellung von Bleisoldätchen.

Bedeutender und wirklich sehr bedeutend ist das kleineBild, in welchem die Vertheidigung eines Hannover'schenQuarre's, gegen den Angriff von Cuirassieren mit über-