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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Letzteren füllen den Vordergrund des Bildes gemischt mitden Ortsbewohnern und Landleuten, welche den freudigstenAntheil nehmen; der Meister hat es vortrefflich verstan-den, den eigenthümlichen Charakter dieser eigenthümlichenTruppe darzustellen, ein gewisses gehaltenes ernsteresWesen, eine mehr kriegerische als soldatische Haltungzeigt sich bei diesen Männern, es ist ein Volksheer, nichteine Soldaten-Armee; auch die Verschiedenheit ostdeut-schen Volkes in seiner persönlichen Erscheinung von west-deutschem ist ihm nicht entgangen und die charakteristi-schen Züge sind mit Feinheit angegeben.

In der Mitte des Bildes, erhöht stehend, befinden sichBlücher, Gneisenau, York, Prinz Wilhelm, Prinz Friedrichund weiter zurück ostpreussische Cavallerie, Artillerie, Ko-saken. Rechts im Vordergründe schlesische Landwehrenvom 2. Leibhusaren-Regiment, worauf ostpreussische Jäger.Um diese Tageszeit, 9 Uhr morgens, war der geringefeindliche Widerstand am linken Ufer bereits völlig besei-tigt und die Scene ging vor sich bei klarstem Frostwetterunter dem Jubiliren der Truppen und der Einwohner vonCaub, zwischen den im Winterschmuck entzückend schönenUfern. Diese Scene ist mit der grössten Lebendigkeit, mitder schönsten malerischen Wirkung und mit vollendeterDurchführung dargestellt.

Feodor Dietz führt uns in die Schlacht von Leipzig,lind zwar nicht in den Soldatenkampf, sondern er lässt unsdie Entscheidung des Tages in der Ferne sehen, und unterden Zuschauern, Bürgersleuten, Frauen, Kindern und Ver-wundeten freudig mit einstimmen in ihren freudigen An-theil. Dass am Ort und zur Stunde die Sache sich geradeso angesehen hat, kann ich freilich nicht ganz unbedingtglauben, indessen ist die Darstellung deshalb nicht un-wahrscheinlich und nur ein leiser Hauch theatralischer Stei-gerung in manchen Personen verräth zu sehr des Künst-lers Absicht, die weltgeschichtliche Bedeutung des Momen-tes auch in den Genrescenen seines Bildes durchklingen zu