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Welt-Eroberer selbst in der Wirklichkeit einen bedeuten-deren Eindruck machte, als hier im Bilde. Im Einzelnenist das sehr figurenreiche Bild nicht uncharakteristisch, dieHauptpersonen sind vollkommen ähnliche Portraits, abervon der feinen Zeichnung und Durchführung des Details,welche frühere Bilder des Meisters zeigen, sehen wir indiesem Werke wenig, und dabei entbehren wir der Ge-sammtwirkung und des malerischen Colorits, welches über-haupt nicht die glänzende Seite seiner Kunst ist.
Fritz l'Allemand in Wien hat ein Gefecht aus demungarischen Kriege: „Die Brigade Montenuovo in derSchlacht bei Komorn" in panoramaartiger Weise und höchstanschaulich dargestellt. Für Männer vom Kriegshandwerkmuss das Bild höchst anziehend sein, mir erschien es wieein Blick auf ein grosses Feldmanöver.
Unter verschiedenen Schlachtbildern von Albrecht undFranz Adam, welche alle zu loben sind, zeichnet sich ein„Reitergefecht bei Volta" von Franz Adam durch grosseLebendigkeit aus. Beide Maler sind sehr gute Pferdekennerund Darsteller; dass der jüngere die malerische Technik invollkommenem Maasse besitzt, ist bei den Fortschritten derKunst in unserer Zeit nicht zu verwundern.
Soll ich „Eine Parade" von Friedrich Krüger zu denhistorischen Bildern zählen? Ganz gewiss.
Scheinbar nur ein blosses Portraitbild, schildert esPreussen in seiner Entwicklung nach den Kriegen undSiegen gegen Napoleon vollkommen. Was liegt daran,dass der Künstler nur die Gegenwart gemalt hat! uns istsein Bild ein Geschichtsbild. Wie nach den Kriegen Frie-drich's des Grossen die Kriegstüchtigkeit, die Soldaten-haftigkeit der Preussen nur noch in Paraden und ManövernGelegenheit fand, sich charakteristisch zu äussern, so warendie Paraden Friedrich „Wilhelm's" des Dritten ein Nach-klang der Siege von 1813—1815, tmd sie sind ebensohistorisch bezeichnend, wie des alten Fritz PotsdamerMilitair-Schauspiele.