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unseres Jahrhunderts entweder eine rein officielle, welcheauf Befehl und nach Angabe arbeitete, oder von blossemmilitairischen Interesse inspirirt, von Fachleuten für Fach-leute arbeitend, und wir, die Beschauer, fühlten uns wenigdadurch angeregt, höchstens durch ein Interesse derCuriosität.
Dies hat sich in den zehn folgenden Jahren geändert;unsere Künstler begannen, sich mit der Darstellung derBefreiungskämpfe gegen Napoleon I. zu beschäftigen unduns eine wirklich glorreiche Epoche unserer Geschichte zuschildern. Unter den Werken der vorgenannten Art zeich-nen sich drei Bilder des Berliner Eisholz aus. Es sind dies„Die Schlacht bei Leipzig", „Die Schlacht bei Bar-sur-Aube"und ein „Moment aus der Schlacht vor Paris", alle dreimilitairisch genau aufgefasst und dargestellt, nüchtern, natur-getreu und ohne weiteres Bestreben nach malerischer oderpoetischer Wirkung, aber gut gruppirt, lebendig und höchstsorgfältig durchgeführt, wenn auch ohne eigentliche Farbeund mit trockener Behandlung; sie erinnern durchaus andie Behandlungsweise der Schlachtenbilder von Peter Hess,doch ist die Farbe hier noch unscheinbarer und grauer,wie in jener.
„Die Schlacht bei Leipzig" ist gewiss ein Gegenstandaus der deutschen Geschichte, der allgemein Interesse er-regen muss, und so erregt ein Bild derselben von PeterHess Interesse des Gegenstandes und des altberühmtenMeisters wegen, der es gemalt hat; das Bild aber lässt garviel zu wünschen. Es stellt zwar die Begebenheit ganzanschaulich dar, ist aber in keiner Weise geeignet, denBeschauer irgend zu begeistern, es ist nüchtern, gar nüchtern.
Nun ja, die Begebenheiten zeigen nicht immer ihrebedeutende Seite in der wirklichen Erscheinung; die Glorieerhalten bedeutende Momente erst in der Geschichte, welcheVorhergegangenes und Folgendes zusammenstellt und denverhängnissvollen Augenblick in vollem Lichte zeigt; ichglaube aber doch, dass der Moment des Sieges über den