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Lasuren beeinträchtigt wird. Die Reife alter Bilder kommtdaran gar zu schnell.
Wie Biographieen und Charakter-Schilderungen be-deutender Personen zur Geschichte gehören, so könnenPortraits bedeutender Männer in ihrer Weise oft bedeutendeGeschichtsbilder sein, nur freilich müssen sie anders aufge-fasst sein, als die beiden historischen Portraits von JuliusHübner in Dresden, welche Karl den Fünften und Friedrichden Grossen darstellen.
Es ist eine alte Liebhaberei der romantischen Schule,der Herr Hübner angehört, Sterbende darzustellen und ge-rade ihre Helden in dem Momente zu zeigen, wo sie dasgemeinsame Loos der Menschenkinder erleiden; aber grosseMänner, gewaltige Geister und Helden darzustellen, wie sieder „traurigen Last des Alters" erlegen sind, das ist eineganz besondere Grille. Auf der Schwelle des Todes, geistigund körperlich matt, lahm, frierend, schlotternd mit hangen-dem Munde und erloschenem Auge, zwei halbkindischeGreise, sehen wir zwei Männer vor uns, deren Geist undderen Energie die ganze Welt bewegt haben. Sollen dieseBilder das Memento mori predigen? Das kann man, däuchtmich, auf geschmackvollere Weise thun. Oder will derKünstler uns als cynischer Philosoph beweisen, dass alles,was wir ehren und bewundern, nur Eitelkeit und Scheinist, und das der grösste König es endlich nicht besser hatals der elendeste Bettler? Man sagt wohl, Niemand istganz glücklich vor seinem Ende, aber es scheint, dass manauch nach dem Tode noch Unglück haben kann; denn sovor das Publicum geführt zu werden, ist doch gewiss einUnglück.
Unter den Kriegs- und Schlachtscenen ist Feodor Dietzmit einem Bilde vertreten, welches „Die Zerstörung vonHeidelberg durch den französischen General Melac" schildert.Es ist ein grosses Bild voll Leidenschaft und Bewegungund als Composition sehr zu rühmen. In der Auffassung
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