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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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facher in der Darstellung ist das Bild von Munsch, einWerk von anzuerkennendem Verdienst.

Wie eine Theater-Scene erscheint eine Darstellung vonHermann Plüddemann in Dresden, dessen ich schon unterden Meistern der romantischen Düsseldorfer Schule ge-dachte:Kaiser Friedrich Barbarossa schlichtet auf demReichstage zu Besancon 1157 den Streit der Parteien". DerTitel des Bildes ist schlecht gewählt, es stellt dar, wie Ottovon Witteisbach, ergrimmt über die Anmassung des päpst-lichen Legaten, gegen diesen das Schwert zieht, der Kaiseraber dazwischen tritt und den zornigen Ritter zur Ordnungruft. Die Anordnung ist gar zu symmetrisch, in der Mitteder Kaiser, rechts die Fürsten, links die Geistlichen, beidesGruppen von nur wenigen Figuren; bei viel Bewegung istdoch nur wenig wirkliches Leben in dieser Darstellung, ausdem interessanten, bedeutenden Gegenstande ist trotz dersichtbaren Bemühung des Künstlers dennoch kein inter-essantes, bedeutendes Bild geworden.

Ganz und gar theatralisch, wie eine Opern- oder Ballet-Scene hat Alb. Graefle in MünchenHermann's Triumphnach dem Siege über Varus" dargestellt. Diese Germanensind g'ar civilisirte und elegante Leute, und die erschla-genen und verwundeten Römer sind vermuthlich eben erstaus der Garderobe hervorgetreten, ihre Costume sind neuund sehr sauber gehalten. Die Choristinnen sind alle rechthübsche Mädchen und bewegen sich nicht schlecht, über-haupt hat der Impresario der Oper die Kosten nicht ge-scheut, die Tricots sitzen vortrefflich und sehen beinahenatürlich aus, Scenirung und Gruppirung ist geschmackvoll.

Was diesem Bilde schadet, ja es fast gänzlich seinemGegenstande widersprechend macht, die äusserst saubereFarbe und Behandlung, kommt in anderen Werken desgeschickten Künstlers zu besserer Geltung, namentlich imPortrait und im Genre, wo er glänzende Leistungen auf-weist; Alles passt nicht überall, und Alle können nicht Alles.

Geht es in diesem Bilde zu civilisirt und anständig zu,