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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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belgische Schule, einzelne Motive sogar ganz bestimmt,wie dies zum Beispiel in dem vielbewunderten Bilde in der'neuen Pinakothek zu München: „Der Astrolog Seni nebender Lteiche Wallenstein's" ganz unverkennbar ist.

Betrachten wir ein anderes grosses Gemälde von Piloty,„Galilei im Kerker". Ein Wunder malerischer Kunst, in deräusseren Erscheinung wahr und natürlich bis zur Täuschung;eine Aufgabe ist gelöst, welche nur der allergrösste Meisterlösen kann; der Meister des Helldunkels, Rembrandt, hatnicht zauberhafter das Licht in die Finsterniss strahlenlassen. Welche Kraft der Farbe bei der grössten Spar-samkeit mit den Mitteln, welche Klarheit, welche Tiefe!

Wie magisch wirkt der vom Fussboden zurückge-worfene Sonnenstrahl in der Dunkelheit des Kerkers undverbreitet einen weichen goldenen Schimmer umher, wieplastisch treten alle Gegenstände in dieser magischen Be-leuchtung hervor, wie lebendig erscheint der Kopf diesesGreises, ist es nicht, als zuckten diese Züge, als funkeltendiese Augen?

Und jene zwei Mönche, welche ihn von oben hinterdem Gitterfenster belauschen, in dem bläulich kalten Halb-licht des Gefängniss-Ganges; kann man etwas Sprechen-deres, Wahreres, Täuschenderes sehen?

Damit hätte ich nun aber auch Alles gelobt, was ichan dem Bilde zu loben weiss, und wollte der Künstler unsweiter nichts darstellen, als eine gewöhnliche Kerkerscene,so hätte er ein ganz vollkommenes Werk geschaffen. Aberer will viel mehr geben.

„Eppur si muove!" steht darunter, „und sie bewegtsich doch, die Erde!" Der Trotz des fallenden Kämpfersfür die Wahrheit und Wissenschaft, gegen Anmassung undBeschränktheit, das ist der Gegenstand.

Um ihn zu erzählen, greift der Künstler zu Mitteln,welche die Sache zwar deutlich machen, aber zugleichverderben. Musste ein Mann wie Galilei, nachdem er ge-zwungen abgeschworen, was er durch Forschung ge-

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