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Scene hat der Maler zum Gegenstand eines höchst ergreifen-den Bildes gemacht.
Bei Fackelschein steigt der jugendliche Kaiser in diegeöffnete Gruft hinab und findet den gewaltigen Vorfahrthronend, ein Riesenbild kaiserlicher Majestät, Ehrfurchtgebietend, fast Grauen erregend.
Mumienhaft starr sitzt der alte Kaiser da, nicht wieeine Leiche, auch nicht wie ein Lebender, ein Angehörigereiner fernen grossen Zeit, vor welcher die gegenwärtigescheu und ängstlich zurückweicht.
Diese Verschiedenheit zweier Zeiten und Menschen-geschlechter, Auge in Auge sich gegenüberstehend, hatder Künstler wunderbar darzustellen gewusst und dabei dieferne Vergangenheit der dargestellten Begebenheit unsgegenüber zugleich. Es weht uns aus dem Bilde an mitdem Hauche uralter Vergangenheit, sagenhaft verscholleneHeldenhaftigkeit tritt grauenvoll majestätisch aus demDunkel hervor, und ein späteres schwächeres Enkel-geschlecht wagt kaum den Blick zu erheben.
Die übrigen Bilder aus diesem Cyklus sind mehr ein-fache Geschichtserzählungen, der Künstler folgt jedoch mehrder Sage, als der wirklichen Geschichte, wie das der Gegen-stand nicht nur rechtfertigt, sondern fast erheischt.
In den Zeichnungen aus dem Leben Karl's des Grossenist der Künstler auf der Höhe seines ihm eigenthümlichenTalentes; in diesen Zeichnungen ist die Charakteristik vomGeiste des Gegenstandes aus auf die Spitze getrieben, rück-sichtslos gegen alles künstlerische Herkommen, gegen Prin-cipien des schönen Styles und Regeln der Compositionlässt sich der Künstler in diesen Bildern lediglich leitendurch seine Auffassung der geschichtlichen Begebenheitenund Personen, und dadurch erhalten diese Bilder jene ge-waltige Wirkung auf den Beschauer und stellen sich gleichneben Cornelius' Bilder aus der griechischen Mythe.
Unmittelbar spricht des Künstlers Seele zum Beschauerund erzählt den Gegenstand fast ohne alle Vermittlung