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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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ein gut gemaltes Bild; der Künstler hat das sagenberühmteLiebespaar einsiedlerartig in den wilden Wald versetzt, unddurch einen Sprössling vermehrt: eine idyllische Familien-scene. Th. Pixis in MünchenScene aus der Gudrunsage",scheint mir in der Wahl des Gegenstandes verfehlt; es isteine Episode des Gedichtes, welche nur in Bezug auf dieFolge Bedeutung hat und deshalb an sich unverständlichund, wenn verstanden, unbedeutend bleibt.

C. Mossdorf's (München) zwei Bilder aus deutscherSage und Märchen scheinen mir in ihrer naturalistischenAuffassung und Darstellung dem Geiste des Gegenstandeszu widersprechen; so phantastische Dinge müssen, wenn sieüberhaupt malerisch darstellbar sind, auch in phantastischerWeise dargestellt werden.

C. Oesterley in Hannover will ebenfalls eine Sceneaus einem Märchen darstellen, aus demDornröschen",wählt aber sehr unglücklich nicht den Moment, wo Dorn-röschen und ihr Hof aus dem Zauberschlaf erwachen, son-dern den Moment nachher, und stellt das Ganze sehr affec-tirt theatralisch dar.

Ein seltsames Werk istwie der treue Blondel seinenKönig, Richard Löwenherz, sucht und findet" von Friedr.Gönne in Dresden; dieser lebensgrosse Blondel scheint eineArt von Schalksnarr, der seine freudige Ueberraschungziemlich albern äussert.

Sonderbar ist auchFortuna auf einer Seifenblase,von der Menge verfolgt", von L. Fröhlich, eine Alle-gorie, welche vielleicht in einem kleinen Bildchen als ma-lerisches Impromptu gefallen könnte, so aber, es ist einlebensgrosser, ganz naturalistisch gezeichneter Carton, ziem-lich absurd erscheint, obgleich die Ausführung sehr lobens-werth ist.

Ein zugleich poetisches und malerisches Talent sprichtaus W. Lindenschmidt's FederzeichnungenWaldleben"; esist ein phantastisches Märchen in diesen Blättern angedeutet;