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naturalistische Kunstrichtung in dieser Schule, welcher wires verdanken, dass die neue deutsche Kunst auch in Be-zug auf Farbe und Technik wieder selbstständig gewordenist, und mit den fremden Schulen wetteifern kann.
Die Düsseldorfer Schule ersetzte so, was der Münchenerabging, wogegen ihr wieder jener erhabene, ideale Auf-schwung und der Geist mangelt, welcher die Werke derMünchener auszeichnet. Blühte in der Münchener Schuledie monumentale Malerei, so erstand in Düsseldorf dieStaffeleimalerei zu hoher Blüthe, und beide Schulen er-gänzen sich auf die glücklichste Weise.
Wie sehr zu der Zeit, als die Düsseldorfer Schule unterSchadow's Leitung ihre ersten Werke vor das Publicumbrachte, selbst die blosse Kenntniss von malerischer Kunst-vollendung abhanden gekommen war, beweist das unge-heure Aufsehen, welches die ersten Werke dieser Schulegerade durch ihre Farbe und Behandlung machten, manbehauptete, in diesen Bildern die reine Natur zu sehen inihrer schönsten Erscheinung, und enthusiasmirte sich dafürin unglaublicher Weise. Schadow selbst, welcher seineersten Studien unter Weitsch in Berlin machte, galt beiseinen Genossen für einen geschickten Oelmaler, und seineSchüler brachten es in dieser Beziehung gleich Anfangsnoch weiter; aber wenn wir ihre frühesten Werke jetzt be-trachten, können wir doch kaum begreifen, was man beidiesen Bildern von Farbe und Malerei rühmen kann.
Ein Beweis für diese Behauptung ist eines von Scha-dow's Werken, eine „Poesie", welche noch vor Beginnseiner Düsseldorfer Thätigkeit entstanden ist, ein gartrockenes, unbedeutendes Werk; besser ist eine Kinder-gruppe aus früher Zeit, worin sich das treue, liebevolle, aberauch ungemein mühsame und mit der Technik kämpfendeNaturstudium ausspricht und den Künstler ganz besonderscharakterisirt.
Die früheren Werke der Düsseldorfer Schule zeigenalle deutliche Anklänge an unsere deutsche Poesie in dem