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weder durch die Erfindung, noch durch ihre Ausführung-besondere Bedeutung, sie sind ziemlich schwach in derZeichnung, ziemlich trocken und farblos, jedoch mit mehrStreben nach malerischer Wirkung ausgeführt, als jeneersten Werke der römisch-deutschen Romantiker.
Spätere Werke desselben Künstlers gehören der ge-schichtlichen Kunst an, z. B. eine Scene aus der Zeit derGuelfen- und Ghibellinen-Kämpfe in Italinen, ferner „Ezzelin,der Mönch, im Kloster", und ein grosses Geschichtsbild:„Kaiser Barbarossa in der Schlacht von Antiochia". Diesespäteren Werke des Künstlers sind nicht ohne Bedeutungund erinnern durch die Art der Auffassung und Darstellungan Düsseldorfer Werke aus früherer Zeit der Schule.
Wie ich schon sagte, ward diese spätere romantischeRichtung in der Düsseldorfer Schule erst völlig ausge-bildet, und ihre Anhänger gelangten zu ausserordentlichemRuf und Ruhm. Hätte aber die Düsseldorfer Schule nichtandere Verdienste erworben und in anderer Richtung Be-deutung erlangt, so würde sie neben der Münchener kaumdes Erwärmens. werth sein.
Die Bedeutung der Düsseldorfer Schule für die neueredeutsche Kunst liegt in der Wiedereroberung der maleri-schen Technik und der Kunst des Kolorits, welche all-mählich unter den alten Akademikern gesunken, von denRomantikern ganz vernachlässigt und beinahe ganz ver-loren war. Schadow, ein Genosse von Cornelius und Over-beck, während der Zeit des Entstehens jener ersten Werkeder römisch-deutschen Romantiker, welche nach allen Seitenso grosse Erfolge gehabt haben, richtete seine Aufmerksam-keit mehr als seine Genossen auf die Nachbildung des natür-lich Gegebenen und auf die technische Vollendung desWerkes; er wollte malen, wo jene sich im Grunde mit derZeichnung genügen liessen. Die Schule, welche er inDüsseldorf begründete, folgte ihm in diesem Streben, undobschon die Anfänge auf ideale Darstellung hinstrebten, soentwickelte sich doch ganz folgerecht eine endlich ganz