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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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trauen betrachten, als die Gegner, griechische wie römischeKatholiken, sie liebten und förderten.

Und so ist es noch lange geblieben. Haben dochviele unserer Künstler es für nöthig erklärt, katholischzu sein, um christlich bilden zu können, und sind es ge-worden, wenn sie es nicht waren, weil sie im protestantischenChristenthum keinen Raum fanden für ihr künstlerischesStreben.

Andere haben es dennoch versucht, vom protestan-tischen Standpunkte aus das christlich-religiöse Gefühl bild-lich zu fassen. Koopmann in Karlsruhe hat gar seltsameDarstellungen in drei Zeichnungen vorgeführt, die besondersvom formellen Standqunkt aus nicht gelobt werden können.Eine sehr sorgfältig ausgeführte Zeichnung istDie christ-liche Kirche" betitelt und stellt diesen Begriff ganz wört-lich dar. In einer Kirche wird zugleich gepredigt, getauftund das Abendmahl gespendet, wobei noch Engel undsymbolische Gestalten helfen sollen, des Künstlers Ge-danken zur Anschauung zu bringen. Hier ist nun derZwiespalt zwischen idealem Inhalt und materieller Formgar nicht auszugleichen, und die Vermischung von mo-,dernen Pastoren und Gläubigen mit Ideal-Gestalten machteinen ganz sonderbaren Eindruck; gewiss nicht den beab-sichtigten.

In zwei anderen Zeichnungen, die unter dem TitelChristlicher Liedersegen" einem grösseren Cyklus ange-hören, ist Aehnliches unternommen. Ein religiöses Abend-lied giebt Anlass zu einem seltsamen Bilde, worin einFamilienvater aus einem grossen Gesangbuche singt oderliest, während Frau und Kinder am Boden schlafen undwieder Engel dabei sind, Genre-Figuren: aus dem täglichenLeben in eine rein symbolische Umgebung und Situationgebracht; man kann es nicht zusammenfassen, es wider-spricht sich Alles. Auf einem Bilde zu einem urkräftigenAuferstehungsliede Luther's sind die Wortbilder des Dich-ters ganz materiell in plastische Bilder übersetzt, die Todes-