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nachtszeit hat ausgestellt werden können und wie dabeinicht alle Weltlinge vor Lachen und alle Frommen vorAerger geplatzt sind, um dass zu begreifen, muss man einBerliner sein.
So verfolgt Jeder seinen Weg, und es scheint fast alsob die Kunstentwicklung einen ewigen Kreislauf beschriebe.Haben wir die Künstler der sogenannten Zopfzeit in Mate-rialismus und demnächst in Manier versinken sehen, habendanach die religiös begeisterten neudeutschen Künstlerdie religiöse Kunst aus dem \ r erfall gerettet, indem sieeinen strengen Idealismus zum Princip erhoben, so sehenwir ihre nächsten Nachfolger, ja, sie selbst theilweise schonallmählich und wie unbewusst sich dem Materialismus wiederzuwenden. Das Sinnliche behauptet sein Recht, denn alleKunst beruht auf Sinnlichem, was nicht von dieser Weltist, kann nicht darauf bleiben.
Einer besonderen Richtung religiöser Kunst muss ichnoch erwähnen, denn sie ist nicht zu übersehen; ich meinedie specifisch protestantische kirchliche Malerei, welche inden fünfziger Jahren auftritt. Luther war bekanntlich einFreund sämmtlicher Künste, aber die von ihm aufgestellteLehre schien in ihren Consequenzen dennoch die Kunst fürdie Kirche nicht nur als überflüssig, sondern sogar alsschädlich hinzustellen. Die Folgen sind bekannt; mit van-dalischer Wuth haben die schweizerischen Reformatoren,mit einziger Ausnahme der allergemässigtsten, die kirch-liche Kunst verfolgt, und was davon gerettet wurde, istnur das Wenigste.
Auch die Lutheraner, obgleich nicht kunstfeindlich,haben doch nicht kunstfreundlich sein können, und seit derReformation ist bei den Protestanten von kirchlicher Kunstkaum mehr zu reden. Es fehlte die Begeisterung, der pu-ristisch kritische Sinn, dessen theuerste Glaubens-Unter-scheidungen fast alle negativer Art waren, musste die bild-lichen Darstellungen um so mehr scheuen und mit Miss-