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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Venetianer, man könnte sie manchmal fast Nachahmung-nennen.

Ueber sein BildJosua's Berufung" möchte man amliebsten schweigen, weil man constatiren muss, dass hierein bedeutendes Talent sich auf ziellosen Irrwegen abmüht.

Ich kann nicht begreifen, dass ein Dichter anders redet,als wie unser Einer, er mag nun in Worten oder in Farbenreden, aber wenn er redet, was Niemand versteht, nochverstehen kann, was soll uns sein Gedicht?Der Engelder Hülfe des Herrn erscheint Josua in der Nacht vorJericho; der Engel der Glaubenstreue zeigt ihm diese Hülfe":so erklärt die Inschrift das Bild und können wir uns schonbei diesen Worten eigentlich nichts denken, so noch we-niger bei der malerischen Darstellung, welche sie erklärensollen, es fehlt jeder Anhang an irgend welche gewohnteErscheinung, die Phantasie des Künstlers verschmäht alleRegel und alle Form und wollten wir auch von demgeistigen Inhalt des Werkes ganz absehen und auf seinVerständniss resigniren, so ist selbst die rein äusserlicheErscheinung des Bildes so unklar und verworren, dass derBeschauer sich entmuthigt abwendet. Es ist ein irrlicht-artiges Aufblitzen von Lichtern überall, ein unmotivirtesFarbenspiel, nirgends Ruhe, nirgends eine vorherrschendeMasse; in der Zeichnung ist ebenfalls ein Uebermaass vonkleinen Formen, welche die grösseren störend unterbrechen,die Gewänder sind mit Falten und knitterigen Brüchenüberladen, dabei ohne eigentlich bestimmte Motive, genug,es ist überall zu Viel und zu Wenig.

Vermissen wir bei dem oben genannten Werke allenordnenden Verstand, alle vernünftige Regel, so finden wirdagegen in manchen anderen Werken diese vielleicht etwaszu sehr vorherrschend; so in dem grossen Bilde von L. desCoudres in KarlsruheDie Grablegung Christi". Einhöchst sorgfältig durchgearbeitetes, ich möchte sagen, un-tadeliges Werk, aus welchem es uns aber etwas kühl an-weht, als wäre dem Künstle 1 " über dem Streben nach