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lischen Erzählung in dem „Simson und Delila" von Rahlin Wien.
C. Kuppelwieser's (Wien) „Abendmahl" ist ein sorgfältigdurchgeführtes Werk, jedoch mangelt der Darstellung Leben-digkeit und der Ausdruck der Figuren ist etwas matt.
Seltsam mischt sich fromme Poesie mit ganz naturali-stischer Auffassung und Darstellung in dem „Schutzengel"von Fendi in Wien; solche Gegenstände kann man abernicht wohl so darstellen; ganz ideale Gestalten wie Engelpassen nicht in alltägliche, wirkliche Welt, und zu genre-haften Figuren und Vorgängen. Sonst ist das Bildchenmit liebenswürdiger Naivetät gemalt in der schlichten, etwastrockenen Weise der Zeit, welcher bereits der lange verstor-bene Künstler angehörte.
„Die Gefangennehmung Christi" von Heinrich Hofmannvon Darmstadt ist in gewisser Beziehung merkwürdig, dadas Bild, obwohl erst gegen Ende der fünfziger Jahre inRom gemalt, dennoch in Styl und Malweise wie aus derZeit von Wächter und Schick erscheint; man muss sichdurch das Datum überzeugen, dass man ein neueres Bildvor sich hat; ich will damit keinen Tadel gegen dieses Bildaussprechen, worin ein ernster Sinn und ein ideales Strebensich nicht verkennen lassen.
Dürr in Stuttgart schuf ein „Letztes Abendmahl", wel-ches nicht ohne Verdienst ist und sich der strengeren styli-stischen Weise anschliesst.
Auch bei einzelnen Werken dieser Art, welche derMünchener Schule angehören, herrscht diese Verschiedenheit.Bei Schraudolph sieht man den Vorgang von Heinr. Hess.„Hiob und seine Freunde" von Thiersch zeigt eine Rich-tung auf Farbenwirkung, worin ein naturalistisches Strebennach Wahrheit in Farbe und Wirkung beinahe bis zum Genre-haften geht. Eben so ist „Maria und Elisabeth" von Fischer,und mehr noch „Ruth und Noemi" von Merz, welches letzterebereits ganz Genrebild ist, wie „Jakob und Rahel" von Pech-mann durchaus wie ein idylisches Liebesgedicht erscheint.