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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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mit Unrecht für blosse Lückenbüsser und Staffage zunehmen.

Es kommt dies daher, weil die Darstellung zugleicheine symbolische und eine Darstellung wirklicher Begeben-heit sein soll. Wenn der Künstler in seinen Figuren nurSymbole geben will, so muss er sie nothwendig dem Bodender Wirklichkeit entrücken und darf uns nicht in eine rea-listische Welt versetzen, denn das Eine stört das Andereund hebt sich gegenseitig auf.

Ich knüpfe diese Bemerkungen an ein sonst schönesWerk; sie fänden auch noch auf manches andere WerkAnwendung, indessen ist der Raum zu beschränkt, umjedes Einzelnen zu erwähnen; Elster's Composition enthältsehr schöne Motive, einzelnes ist vortrefflich gezeichnet,das Ganze ist freilich ein wenig überladen und hätte derKünstler -nicht so viel geben wollen, er hätte vielleichtgrössere Wirkung erzielt.

Joseph Anton Fischer in München schuf eine Himmel-fahrt Mariens, ein grösseres Kirchenbild, welche in Zeich-nung und Farbe viel Schönheit und Grazie zeigt, undFf. Anschütz in München ein grosses Gemälde, für dieGarnisonkirche in Coblenz bestimmt,Die Himmelsköniginund die Schutzpatrone der vier Waffengattungen" dar-stellend, ein Bild, welches in Bezug auf die Malerei nichtohne Verdienst ist.

Andreas Müller in Meiningen zeigt uns in einem Cartondie heilige Jungfrau als Mittelbild, rings umher Darstellungenaus der Geschichte des Heilandes, arabeskenartig verbun-den. Feine Zeichnung, geschmackvolle Anordnung zeich-nen dieses Werk aus, es herrscht aber eine gewisse Eleganzdarin vor, welche dem Ernst des Gegenstandes einigenAbbruch thut.

Leopold Schulz in Wien stellt in einem Bilde dieLandespatrone von Oesterreich dar, eine Gruppe von Hei-ligen um den Thron der Madonna versammelt, vor welchemein Springquell sich ergiesst. Ferner in zwei Cartons zu