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Wandgemälden für die Lerchenfelder-Kirche in Wien die„Himmelsglorie" und „St. Petrus".
Solche Darstellungen haben eine eigene Schwierigkeit;ohne Handlung und fast ohne Motiv für den Ausdruckvon besonderer Seelenstimmung oder Leidenschaft, ist derKünstler ganz auf das Formelle seiner Darstellung an-gewiesen, und wenn dies nicht in höchster Vollkommen-heit erscheint, so wird sein Bild wenig Anziehendes haben.Wenigen Künstlern, und diesen selbst nicht immer, ist esgegönnt, den Hauch tiefer Frömmigkeit bildlich darzu-stellen, welcher den Beschauer unter allen Umständen er-greift und zur Verehrung zwingt.
Entschieden merkwürdig erscheinen zwei Bilder vonJ. Schnorr v. Carolsfeld aus frühester Zeit (von 1817 und1820), welche die Madonna darstellen und das Nachahmenaltdeutscher Kunstweise auf das auffallendste zeigen. Eineungemeine Innigkeit und Lieblichkeit des Ausdrucks er-scheint in diesen Bildern, trotz aller Magerkeit und Trocken-heit der Darstellung. Es ist erstaunlich, einen Meister, dersich später in so ganz anderer Darstellungsweise ausge-zeichnet hat, auf diesem Wege beginnen zu sehen.
Eine Madonna von G. Rudolf Elster, ein schönes Bildvon etwas conventionellem Charakter, welches an ältere,aber sehr vortreffliche Werke erinnert, führt mich zu denmehrfachen Darstellungen dieses den Künstlern aller Zeitenimmer werthen Gegenstandes und der sich daran reihendenHeiligen- und Verehrungsbilder.
Darstellungen dieser Art finden wir viele, aber sehrverschiedene; besonders treten zwei Düsseldorfer Künstlerauf diesem Gebiet hervor, Karl Müller und Franz Ittenbach.
Hier nun müsste ich zurückgreifend des Einflusses derDüsseldorfer Schule auf die gesammte Entwicklung derdeutschen Kunst gedenken, und wie diese Schule imGegensatz zu den römisch-deutschen und Münchener An-fängen dem malerischen Vortrag und der malerischen Er-scheinung, ihren Werth wiedergegeben und der deutschen