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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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sprechung derselben absehen kann. Dasselbe gilt für die vielenkirchlichen Werke des Künstlers. An anderer Stelle werdeich noch Gelegenheit haben von dem Meister zu sprechen.

W. v. Schadow ist wie Veit ein Studiengenosse vonOverbeck und ein viel genannter Meister, besonders des-halb, weil eine ungemein zahlreiche Reihe von Schülernihn als ihren Lehrer dankbar anerkannt hat. Schadow wirdin der Geschichte der Entwicklung der neueren deutschenKunst immer eine grosse und wichtige Persönlichkeit bleiben,seine Wirksamkeit als Meister ist nicht nur sehr mächtiggewesen, sondern auch höchst eigenthümlich und eine solche,wie sie kaum in gleicher Weise je stattgefunden hat; dennman kann sagen, obgleich es paradox klingt, dass er seineSchüler machen gelernt hat, was er selbst nicht konnte, undeine Kunstweise geschaffen hat, die er selbst kaum wollte.

Bei späterer Gelegenheit und anderen Bildern, als diesind, von denen ich hier rede, werde ich das Gesagte nach-weisen können.

Vier seiner Werke, obwohl nicht seine besten, gebeneinen guten Begriff von der Kunstweise des Meisters, essindChristus mit den zwei Jüngern nach Emmaus wan-dernd", eineCaritas", ein Portrait des Dichters Immer-mann und ein grosses symbolisches Bild:Der Quell desLebens".

In diesen Bildern zeigen sich zwei Richtungen, welcheder Künstler angebahnt und in welchen er viele Nach-folger gefunden hat: die Wahl von lehrhaften parabel-artigen Stoffen und deshalb eine symbolisirende Dar-stellungsweise und in Bezug auf die Ausführung das Fest-halten an der gegebenen individuellen Natur, an dem Modell.Lassen schon in der Dichtkunst die Parabel und das Lehr-gedicht meistentheils nur noch eine Halbpoesie zu, die inden Fesseln der Nebenzwecke und Nebenbedingungen sichmühsam schleppt, so sind sie noch weniger günstig für diebildliche Darstellung.

Das Kunstwerk soll, um eine freie Schöpfung sein zu