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trockenen, an altdeutsche Kunst erinnernden Weise ge-malt, aber mit einer gewissen Breite und Derbheit ge-zeichnet, es fehlt ihm hier die jungfräuliche Anmuth Over-beck's, aber er entwickelt dafür mehr männliche Kraft.
Sehr eigenthümlich sind zwei arabeskenartige Zeich-nungen Führich's, in welchen er jener oben bezeichneten,geistreich andeutenden Darstellungsweise folgt, die eine„Frühling", eine Art von lyrischem Gedicht, die andere„Roma", eine Art von historischer Allegorie, beide abermit religiösen Beziehungen durchwebt.
In dem „Frühling" bildet der auferstandene Christusdie Hauptfigur; um ihn sind Kindergruppen mit symboli-schen Andeutungen auf das Wiedererwachen der Naturund die Freude darüber; ein Knabe schlägt mit demHammer auf den Fels, und ein Quell sprudelt daraushervor, ein bekränztes Mädchen (der Frühling?) hebt eingrosses Tuch, das Leichentuch des Winters, empor, unddarunter erscheinen Kinderchen mit Glöckchen in denHänden (die Maienglöckchen, welche den Frühling ein-läuten), zu Füssen des Christus sitzt ein Engel mit einerSchrifttafel, neben ihm zwei Schlafende und zu beidenSeiten blicken wir in Gräber mit offenen Särgen; eines derGlockenkindchen läutet hinunter, die Schläfer zu wecken,ein Hahn kräht den Morgen an, eine brennende Lampeneben dem Todten deutet auf das ewige Licht der Kirche;zur anderen Seite steht der Weihkessel, wieder in symboli-scher Beziehung zu dem lebendigen Quell, welcher vonoben herunter sprudelt. Man kann der Composition einengewissen poetischen Werth nicht absprechen, jedoch istdiese Poesie wohl mehr aus allegorisirender und symboli-sirender Verstandesthätigkeit entsprungen, als aus warmenGefühl, und so bleibt die Wirkung auf den Beschauer einegeringe.
Die andere Zeichnung zeigt unten das heidnische, welt-beherrschende Rom, dem alle Völker huldigen, darüberaber die Madonna, als Symbol der römisch-katholischen
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