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rische Begeisterung, wie bei Steinle, noch, auch die er-habene Gewalt und Majestät, wie bei Cornelius, wohl aberein männlich kräftiger Ernst, eine ruhige "Würde; die Dar-stellung strebt nach rationeller Wahrheit und Wahrschein-lichkeit, und selbst die mystischen Beziehungen erscheinenmehr durch Verstand combinirt, als aus poetischer In-spiration entsprungen.
Führich's Zeichnung zeigt tiefes Studium, eine gewissetikademische Richtigkeit; sie ist nicht so schlicht und an-spruchslos wie bei Overbeck, nicht so virtuos wie beiSteinle, charakteristisch und schön, immer bewusst undklar und nicht ohne Absicht, auch mit der Form alssolche zu wirken; ganz besonders vortrefflich sind die Ge-wänder voll reicher und origineller Motive und zugleichhöchst verständig und verständlich durchgebildet.
Unter seinen grösseren Zeichnungen ist „Die Erweckungdes Lazarus" nicht eben sehr neu oder originell in denMotiven wie bei dem so unendlich oft behandelten Gegen-stände auch kaum zu erwarten ist; eigenthümlicher ist eineandere Darstellung, wie Thomas die Wundmale des Hei-landes berührt. Es herrscht in diesem Bilde eine fast zugrosse leidenschaftliche Erregtheit und Bewegung und eserhält durch diese und durch die Anordnung der Gruppeeinen Schein von theatralischer Scene.
Das Oelgemälde „Boas und Ruth'' ist eine schöne,klare und erfreuliche Composition voll idyllischer Anmuth;die Ausführung des bereits älteren Bildes jedoch ist derZeit entsprechend, in welcher es gemalt wurde, ohne allenmalerischen Reiz, die Farbe ist grell und die Behandlungtrocken und hart. Die ganz auf die Zeichnung gerichteteAufmerksamkeit hat unseren Künstlern das Auge für dieFarbe und die Geschicklichkeit der Pinselführung ge-nommen , und es hat lange gedauert, bis die deutscheKunst auch in malerischer Beziehung zu Kräften ge-kommen ist.
Seine trauernden Juden in Babylon sind zwar in einer