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Italiener. Die Zeichnung ist einfach und sehr fein, wenigbewegt, und gleichfalls etwas mager, die Farbe des Bildesist hart und unharmonisch, die einzelnen Localfarben stehenungebrochen schroff neben einander. Das Bild ist dünnund mit Lasurfarben gemalt, mit schwärzlichen und dum-pfem Schatten und macht fast den Eindruck eines Glas-gemäldes.
„Der Tod des heiligen Joseph," eine Zeichnung vongrösster Unscheinbarkeit, ist in jeder Beziehung ein vor-treffliches Werk, voll des tiefsten Gefühls, voll des wärmstenSeelenausdrucks: „Selig sind die, welche in dem Herrnsterben!" ist der Gedanke dieses Bildes, und er konntenicht edler, einfacher, frömmer ausgesprochen werden. ImSchoosse Christi athmet der heilige Geist seine reine Seeleaus, segnend erhebt der Heiland seine Rechte, und betendkniet Maria neben ihm.
Man kann nicht genug bewundern, wie in Overbeck'sAVerken der Geist und die Form so ganz und gar einigsind; da ist auch nicht eine Linie, welche überflüssig w r äre,nicht eine Form, welche anderen Rücksichten diente, alsnur dem reinsten Ausdruck des tieferfassten Gegenstandes.In dieser Beziehung ist Overbeck ganz ebenbürtig mitCornelius, und beide Meister verdienen mit Recht, immerzusammen als die Ersten unter den Meistern der neuendeutschen Schule genannt zu werden, welche ja von diesenBeiden ihren Ursprung herleitet.
So sehr beide Meister sich aber auch darin ähnlichsind, dass ihre Kunst auf dem Charakteristischen des Gegen-standes beruht und davon ausgeht, so verschieden sind siein' anderer Beziehung.
In Cornelius' religiösen Darstellungen waltet vor Allemdie göttliche Majestät, die Macht und Herrlichkeit Gottesund die erhabene Würde seiner Heiligen; dem unerbittlichweltwaltenden Gott gegenüber stellt er die Menschheit, dieBösen entweder in verzweifeltem, nutzlosem Widerstrebenoder in kalter Resignation, die Guten in seliger Erhaben-