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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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alters wieder hervor und fand in ihnen, was man geradeentbehrte, Naivetät, Innigkeit und Ueberzeugungstreue, undschrieb diese Vorzüge der tiefen Frömmigkeit ihrer Urheber,die man einmal als unbezweifelt annahm, zu. Grösseresoder geringeres Talent sollte nur die Folge grössereroder geringerer Glaubensbegeisterung sein. Man vergass,dass die Kunst doch immer nur auf dem Sinnlichen be-ruhte; sie sollte nunmehr das Sinnliche abstreifen und ganzgeistig werden, sie sollte ihre Gestalten nicht mehr ausdem Leben und der Natur, sondern aus der Tiefe des Ge-müthes hervorschaffen, sie sollte der Welt und der Schön-heit entsagen, um eine höhere Welt und höhere Schönheitzu erringen.

Weil einige Mönche Maler gewesen waren," so spotteteGöthe,sollten alle Maler Mönche werden."

Ein norddeutscher Mann erfasste diese neue Aufgabe,nicht wie die Dichter in wüstem Sinnen- und Seelentaumelübermattet und überreizt, sondern mit dem ganzen Ernstund der Aufrichtigkeit, die er von Hause mitgebracht hatte;er fand die Form für den Ausdruck des neuerwachtenchristlichen Gefühls.

Ursprünglich anlehnend an altdeutsche Muster, schufFriedrich Overbeck eine ganz neue Kunstrichtung.

Nicht nur weil der von den Romantikern einge-schlagene Weg nothwendig zum Katholicismus und zurKirche führen musste, sondern auch aus innerer Neigungwandte sich ein grosser Theil unserer Künstler dahin, alledie weichen, sehnsüchtigen Naturen, anderseits aber auchMänrter von ernsterem religiösem Sinn. Overbeck's Bei-spiel, welcher seine Kunst ausschliesslich dem Dienste derReligion widmete, hat viele Nachfolger gefunden, auchsolche, welche in dieser Richtung über Maass und Zielhinausgingen; im Ganzen aber hat sich auf diesem Gebieteunsere Kunst am reinsten und schönsten entwickelt. Selbstunsere Nachbaren, die Franzosen, welche sonst gern denRuhm unserer Kunst anfechten, lassen uns in diesem Falle