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eher die Schöne aus der Mitte ihrer Gespielinnen entführt,und diese der Gegenstand des Bildes, ja, er ist kaum derHauptgegenstand, sondern eine ganze "Welt von Wasser-göttern kommt noch hinzu und halb allegorische Gestalten,Amor, Musen und Grazien, oder doch daran erinnerndeFiguren und die Fluss- und Lokal-Götter des Ortes.
Alles das ist ganz herrlich gezeichnet, sowohl diemenschlichen, wie die Thiergestalten, grossairtig, vollSchwung, von üppigster Fülle, und, wie ich schon sagte,es fehlt nur, dass ein Rubens das Bild malte, um das herr-lichste Kunstwerk zu schaffen. Denn Genelli's Figurensind ganz so empfunden, dass die Wirkung des lebendigenFleisches in vollster Schönheit zu Tage treten würde, be-gnügte sich der Künstler nicht seltsamer Weise, uns dasbloss anzudeuten, was erst in vollkommenster Durchbildung-seinen eigentlichen Werth erhält; selbst diese blosse An-deutung regt uns an, uns die blühendste Farbe hinzu zudenken.
In der „Schlacht des Bakchus gegen den König Ly-kurgos", hat Genelli ebenfalls eine griechische Mythe selbst-ständig dichtend dargestellt. Lykurgos, so erzählt die Mythe,ein thrakischer König, verfolgte die Pflegerinnen des jungenBakchus, die Nymphen, um sie aus seinem Lande zu ver-treiben, und Bakchus war genöthigt, sich in den Schoossdes Meeres zur Thetis zu flüchten, welche ihn schützendaufnahm.
In Genelli's Darstellung- sehen wir aber eine vollstän-dige Schlacht zwischen dem bakchischen Gefolge und demKönig und seinen Kriegern.
Der Künstler hat unter den Bakchanten-Chor Centaurengemischt und. sogar Centaurinnen-Gestalten, welche er gerndarstellt und häufig anbringt. Auf dem Rücken eines Cen-tauren sitzend, sprengt der Jüngling-Gott in's Meer hinab,an dessen Rande sich andere drängen und einige sich be-reits in die Fluthen gestürzt haben. In der Mitte des Bildesstürmt der. König daher auf dem Streitrappen, verfolgend