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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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die malerische Ausführung dieser Werke nicht die hervor-ragendste Eigenschaft des Künstlers.

Auf den ersten Blick sollte man Genelli für einendirecten Nachfolger und Fortsetzer von Asmus Carstenshalten, so sehr tritt die Aehnlichkeit des Formellen in denWerken beider Künstler hervor; nur der genauer ein-gehende Beschauer wird, aber auch sofort, die grosse Ver-schiedenheit erkennen.

Ist bei Carstens die Richtung auf das Formelle derDarstellung, auf die rein künstlerische Seite derselbendurchaus vorherrschend, so ist das in einigen WerkenGenelli's auch der Fall, und in diesen zeigt sich in derWahl der Formen ein dem Carstens'schen ähnlicher Sinnund Geschmack. Die meisten aber von Genelli's Bildernzeigen neben dem Streben nach vollendeter Form nochein Streben nach dem Ausdruck von der Form unab-hängiger Gedanken. Carstens schildert, stellt dar, Genellischildert auch, aber erzählt noch dazu.

Ich brauche, um diese zwei Seiten von des MeistersKunst deutlich zu zeigen, nur an zwei durch den Stichweitverbreitete ausgezeichnete Werke desselben zu erinnern,an seine Bilder zumHomer" und anDas Leben einerHexe".

Es ist schwierig, Genelli's künstlerische Eigenthümlich-keit in Bezug auf Darstellung und Form zu schildern.Vollständig malerisch, sich weniger an die griechischeAntike anlehnend, wie Carstens, hat seine Zeichnung einigeAehnlichkeit mit der der Nachfolger Michel Angelo's; nmnkann ihr einige Manier nicht absprechen, doch ist dieseManier eine sehr edle und grossartige. Liesse das Wortsich auf bildende Kunst anwenden, und passte der Ver-gleich, ich würde den Styl von Genelli's Bildern einenrhetorischen nennen und ihn mit dem der Poesie desCorneille vergleichen. Alle seine Formen sind gross undgewaltig, seine Menschen sind über individuelles Maasshinaus, ihre Nacktheit ist eine göttliche Nacktheit und