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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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ganz ohne Grund, wenn man das Deutschthum seiner Kunstvielfach betont hat. Für ein nicht durchaus deutsch ge-bildetes Publicum dürften seine Bilder weder verständlichnoch recht geniessbar sein. Dass im Allgemeinen dasBild, trotz der sehr günstigen Beurtheilung, die es überallgefunden hat, nicht so sehr gefallen hat, wie zur Zeit dasBild von den sieben Raben, lässt sich daraus erklären,dass der Stoff des älteren Werkes origineller und wunder-licher war, wie der des neueren; auch die Compositionscheint, obwohl dabei alle die Schwierigkeiten, die in demneueren Bilde überwunden sind, bei dem älteren nicht ge-geben waren, origineller, einzelne Motive waren noch ge-wagter und seltsamer. Man muss übrigens auch gestehen,dass jenes Bild in der Ausführung vollendeter ist, wie dasBild von der Melusine, in welchem wir das Altern derKünstlerhand schon leise zu spüren glauben. Schwerlichwird aber ein anderer Künstler in dieser Richtung wiederetwas Aehnliches und Besseres schaffen, und so mögenwir die Melusine das letzte Werk des letzten Romantikersnennen.

Zu den lyrisch humoristischen Dichtern in der Malerei,welche der Kunst ihrer Zeit einen so eigenthüm liehenCharakter verleihen, gehört noch ganz wesentlich EugenNeureuther in München.

Weiter noch wie Schwind auf dem Wege phantastisch-spielender Darstellung und mehr geistreicher Andeutung-,als wirklicher Darstellung, geht Neureuther, ein Künstlervon höchst poetischer Erfindungsgabe, welche sich be-sonders auf dem Gebiete der freien Arabeske bethätigt;ich brauche bloss an sein unübertrefflichesDornröschen"zu erinnern. Jedoch ist der Künstler nicht immer inseinen Werken so anziehend, wie in dem vorgenannten.

Eine Arabeske in grösserem Maassstabe ist M. Echter'sFries für die Bahnhofshalle in München:Die Verbindungder Volksstämme und Nationen durch Telegraph und Eisen-bahn"; es ist eine ziemlich unbedeutende Composition, in