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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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und empfängt von ihr den Verlobungsring. Dann er-scheint sie als Braut auf weissem Zelter und gefolgt voneiner Schaar hoch zu Ross aus dem Walde hervor-sprengender Genossinnen im Thale, wo der Graf und seinritterliches Gefolge sie vor einem Zelte empfängt, unterwelchem der Bischof neben dem Altare bereit steht, dieTrauung zu vollziehen. Weiter sehen wir die neu ver-bundenen Geliebten am frühen Morgen auf dem Treppen-altan vor dem Brautgemache. Melusine zeigt ihrem Gattenein über Nacht durch Zauber entstandenes Gebäude undnimmt ihm das eidliche Versprechen ab, sie niemals zu be-lauschen, wenn sie sich von Zeit zu Zeit darin zurück-ziehen wird. Ueber der Thür dieses Zauberthurmes isteine Inschrift, welche ewige Trennung als Folge des Eid-bruches droht. Der Maler zeigt uns nun weiter die Feeim Innern ihres Heiligthums, wo ihre Genossinnen in denrauschenden Wogen herangeschwommen kommen undMelusine sich in dem eigenen Elemente immer wiederneue Jugendfrische und Schönheit erbadet. Dann beginntdas Unheil; das Schlossgesinde, dumm und hämisch, er-geht sich in bedenklichem Geschwätze vor dem Zauber-fhurme über das Bild einer Wassernixe, welches an dem-selben als AVappenschild angebracht ist, und munkeltUnheimliches über den Ursprung der Zauberin, welcheder Graf heimgeführt hat; vom Söller des Schlosses.de,r Graf und die Gräfin in seligem Liebesglücke umgebenvon ihren Kindern und Verwandten thronen, lauschen dieHofleute dem Gemunkel und beobachten argwöhnisch dasnoch so glückliche Paar. Des Grafen Misstrauen wirdallmählich aufgestachelt und wir sehen dann, wie er ineifersüchtiger Wuth in die verbotene Thür eindringt, wodann die in ihrem Elemente Überfallenen Wasserfeen ent-setzt untertauchen und Melusine mit schmerzlichem Ä.urf-schrei mit ihnen versinkt. Der Xauberthurm stür&t innächtlichem Sturme zusammen und Melusine sehwebt,eine klagende Geistergestalt, um die Zinnen der Burg-