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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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ursprünglich deutscher, sondern romanischer oder keltischerHerkunft, sie knüpft sich an die Sage von dem Ursprüngeder Familie Lusignan und localisirt sich in den Pyrenäen;sie wird aber auch nach Luxemburg und in die von dortausgegangene Grafenfamilie verlegt. Ein Graf findet aufder Jagd im wilden Walde an einer Quelle eine wunder-schöne Jungfrau, verliebt sich in sie, überredet sie, dieSeine zu werden, und führt sie auf sein Schloss, wo er sichmit ihr vermählt. Die Schöne macht aber eine Bedingung,die nämlich, dass sie sich alle sieben Tage in ein ver-schlossenes Gemach eines Thurmes zurückziehen und dortvon Niemandem, auch von dem Gemahl nicht, belauschtwerden darf. Der Graf verspricht es, bricht aber nachlängerer Zeit, von aufgestachelter Neugierde und Argwohngetrieben, sein Versprechen und findet in jenem Thurm-gemach seine Gemahlin als Wasserfee im Bade, die nunsofort und für immer verschwindet, nur von Zeit zu Zeitumschwebt sie gespenstisch und klagend bei nächtlicherWeile das Schloss, um nach ihren Kindern zu sehen, diesie dann auch ferner feenhaft beschützt. Das ist der Kerndes Märchens, welches Schwind im Bilde übersetzt hat.

Seine malerische Erzählung führt die Geschichte nunnoch etwas umständlicher aus. In der Form eines langenFrieses beginnt die Geschichte am linken Ende desselbenund schliesst am rechten, gedacht aber hat sich der Meisterdas Ganze als fortlaufender Wandbildstreifen in einem rundenGebäude, so dass sich das Ende wieder an den Anfang an-schliesst.

Wir sehen zuerst die Quellengrottc der Wasserfee imwilden Walde; die Felswand über derselben trägt, ziemlichseltsamer Weise, die halbverloschene InschriftFontesMelusinae". In der Quellengrottc ruht träumerisch dieschöne Fee. Gleich darauf sehen wir sie, eine königlicheGestalt, in weissem Gewände sitzend auf dem Rande einesBrunnens im tiefen Walde in Begleitung von zwei Ge-spielinnen; der Graf liegt liebewerbend zu ihren Füssen