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nordischen zusammengestellt ist, wie denn auch in derDarstellung des Balles ein Kreis von Cupidonen um denKronleuchter herflattert und Pfeile unter die Gäste schiesst.Das ganze ist eine hübsche lange Darstellung, ohne vielErnst oder Tiefe, recht anmufhig, keineswegs aber von derBedeutung wie manche andere Werke des Künstlers undz. B. in Bezug auf die Zeichnung hinter dem Raben-märchen weit zurückstehend.
Die Zeichnungen zu den Wartburg-Fresken sind vielbedeutender, als das eben genannte Werk, obschon vielanspruchsloser. In diesen Compositionen ist hier und daein kindlich-naiver Ton angeschlagen, welcher die Bege-benheiten zugleich so recht in unsere Nähe rückt unddoch auch wieder in ferne Zeit und Welt hinaus; so istdie Ankunft der jungen Königstochter so einfach naiv dar-gestellt, wie eine gleiche Begebenheit etwa gestern oderheute in unserer Familie vorkommen würde, nur in anderemCostume; in der Geschichte von den Rosen und in derFlucht von der Wartburg klingt es wie Märchenton, undin der Todesscene und der Bestattung tritt die Heiligen-Legende wieder mehr hervor.
Ganz eigenthümlich sind die Bilder mit dem Ornament,welches den Hintergrund füllt, in Verbindung gebracht, ineiner arabesken-artigen Weise, welche sich nicht wohl an-schaulich beschreiben lässt.
In dem Gastmahle, einer Scene aus der thüringischenFürstengeschichte, ist die Begebenheit nicht wohl ohneandere Hülfsmittel zu verstehen, denn es handelt sich nichtnur um das Gastmahl selbst; ausserordentliche Anmuth derZeichnung jedoch, und besonders die Schönheit der Haupt-figur, zeichnet das Bild besonders aus.
„Ritter Kurt's Brautfahrt" ist eine seltsam humoristi-sche Uebersetzung des Göthe'schen Gedichtes in ein Bild,in welchem die komische Wirkung vollkommen erreichtist,- welches aber dem Beschauer etwas zu viel zumuthet,das es ihm schwer fällt, sich in der Verwirrung, die da-