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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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deren auch. Verallgemeinernd und umschreibend giebt derKünstler nicht sowohl das historische Thema selbst, alseine Phantasie über dieses Thema, und bringt zusammen,was sich in seiner reichen Einbildungskraft und aus seinemreichen Wissen an seinen Vorwurf anreiht, häufig mit demHumor eines selbst- und sachbewussten Mannes, der überseinem Werke steht. Es kann nicht fehlen, dass eine solcheKunstweise durchaus individuell erscheinen muss, und soerscheinen denn auch alle Kaulbach'schen Werke höchstsubjectiv und persönlich. Der Künstler selbst ist nirgendzu verkennen.

Dass unter solchen Bestrebungen die formellen Be-dingungen des Kunstwerkes oft leiden müssen, ist unab-weislich. Um seine Gedanken auszusprechen, muss derKünstler nach allen Seiten symbolisiren, und die selbst-ständige Bedeutung seiner Figuren kommt mit der ihnenuntergelegten oft in Confiict. Wie wir es bei den christ-lich-religiösen Malern sahen, entspricht die malerische Be-deutung der Gestalten nicht immer ihrer symbolischen Be-deutung, und die Mischung von realen und idealen Ge-stalten unter einander verwirrt die Darstellung. Die einzelneFigur, nicht mehr ihrer selbst wegen da, sondern nurTräger eines Gedankens, verliert ihre individuelle Selbst-ständigkeit, die Einzelform, gewisser Maassen nur Chiffre,verliert alles Charakteristische, und das Formelle der Dar-stellung sinkt zu ganz äusserlicher eintöniger Manier hinab.

Wenn die kritisirenden Künstler diese Seite von Kaul-bach's Kunst oft streng tadeln, so sollten sie dabei nicht ver-gessen, dass sie die nothwendige Folge der Kunstrichtungist, welche der Meister ausschliesslich verfolgt und auf diehöchste Spitze getrieben hat. Er malt nie und nirgenddas Wirkliche, das Thatsächliche; seine Bilder sind nurReflexionen eines wunderbar reichen und gewandten Geistesüber den behandelten Gegenstand, seine Figuren sind nurSymbole, keine Menschen.

So sehen- wir denn die Kunst, welche bei Einschlagen