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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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verstehen. Von links nach rechts erscheint erst Uranos,der älteste der Götter, eine Nachtgestalt im Kreise derGestirne schwebend, dann Saturn und die älteren Götter-gestalten im mächtigen Reich, Selene, die Mondgöttin,zieht auf ihrem Wagen dahin, begleitet von Gestalten,welche auf die Jagd Bezug haben. Unten umhüllt dieNacht mit ihrem weiten Mantel Schlummernde, Erwachende,Liebende, Kindergestalten, auf Entstehen und Werden hin-deutend. Jupiter erscheint mit dem Blitz, an welchem Pro-metheus seine Fackel entzündet, um den Menschen dasFeuer zu bringen, die Dioskuren, die Bringer des Tages,reiten daher, Genien schütten Regen und Thau herab undbefruchten die Erde, andere deuten auf Anfänge der Wissen-schaft und Erkenntniss und werden von Nachtgevögel er-schreckt und gestört; ein Hahn verkündet den Morgen, einChor von Harfen spielender Gestalten begrüsst den Tag,Venus, die Schönheit, erscheint und Eros, die Liebe, undendlich fährt Helios dahin mit den Musen und Grazien.Das ist nur eine ziemlich unklare Aufzählung des Inhaltesdieses chaotischen Bildes; es ist aber nicht möglich, eineklare Beschreibung davon zu geben, wie denn auch derSinn des Bildes mehr geahnt und errathen werden muss,als wirklich verstanden werden kann.

Das andere Langbild schildert die Phantasie als Ur-quell der Dichtung und alles Schönen und Guten und allerGesittung. Zugleich schildert es, indem es vom Morgenzum Abend übergeht, das Menschenleben von der Geburtbis zum Grabe und die Cultur von ihren ersten Anfängenbis zu ihrer höchsten Ausbildung, und schliesst mit An-deutungen auf Abschied und Abreise in nächtige Ferne.Auch dieses Bild lässt sich nicht anschaulich beschreiben,ich beschränke mich, den Anfang des Commentars, wel-chen der Künstler selbst gegeben, hier abzuschreiben:Auf dem Helikon entspringt unter den Hufen des gött-lichen Rosses Pegasus der Quell der Phantasie; unter Lieb-kosungen unschuldiger Nymphen rieselt er hinab in den