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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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holen auf Symbole, dass eine eigentliche Anschauung dergeschilderten Begebenheit selbst in der Phantasie unmög-lich wird. Das Bild der geschmückten Braut, welches erfür die neue Stadt Gottes, das neue Jerusalem wählt, ver-lässt er sogleich wieder, um die Stadt als Stadt zu schil-dern, und kehrt nochmals wieder zum ersten Bilde zurück,um es wieder zu verlassen, und das Stadtbild bis in's Ein-zelnste auszumalen. Cornelius hat das Bild der Braut fest-gehalten, welche, mit einer Mauerkrone geschmückt (dieStadt Gottes), von Engeln herabgetragen wird. Eine Gruppeharrender, müder Menschen wird angerufen zur Theilnahme,und auf fernem Meere fahren zwei Schiffe daher mit einemgekrönten Paare.

Sollte hier wirklich mehr sein, als eine bildliche Para-phrase unverstandener, unverständlicher, mysteriöser Phrasendes Propheten? Ich zweifle. Wenn der Künstler sich wirk-lich etwas Denkbares gedacht hat, so hat er es wenigstensnicht so ausgesprochen, dass wir es ihm nachdenken können.

Der Sturz des Satans, aus demselben Cyklus, ist vor-nehmlich erfreulich wegen der schönen, klaren, energischenFormen der Gestalten; ein ähnlicher Adel der Formenmacht ein Bild aus den Werken der Barmherzigkeit, eben-falls ein Theil des Cyklus, erfreulich, welches jedoch sonstwenig Interesse bietet; der Gegenstand:Die Hungrigenund Durstigen speisen und tränken", scheint mir über-mässig ausgesponnen und wohl des zu füllenden Raumeshalber mit einem Ueberfluss von Einzelheiten und Episodendargestellt, für welche der Stoff an sich, Essen und Trinken,denn doch etwas zu unbedeutend ist.

Es ist über die Hauptwerke von Cornelius viel gesagtund geschrieben worden, und auch ich habe mich demnicht entziehen können und mögen. Viele haben seineWerke gesehen, ich fürchte aber, dass trotz alledem derMeister bei seinen Zeitgenossen und deren nächsten Nach-kommen nicht populär werden wird. Viele werden seinenNamen nennen, Wenigere seine Werke kennen, die We-