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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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niedergeschmetterten Menschen, welche Verzweiflung, welch'unnützes Ringen und Abwehren! Niedergeritten, zu Bodengetreten es ist so bestimmt, ihr müsst zu Grundegehen!

Was aber versöhnt uns denn mit diesen entsetzlichenDarstellungen, mit diesen Bildern trostlosesten Untergangs?Warum sind diese apokalyptischen Reiter vielleicht, dasBild, welches vor allen Eindruck macht und zurücklässt,das wie ein schweres Gewicht in die Waage fällt undHunderte aufwiegt?

Es ist das Tragische; das Schicksal erhebt den Men-schen, wenn es ihn zermalmt, sagt Schiller, in seinem Unter-gange selbst fühlt er seine Würde; von solchen Gewaltenbesiegt zu werden, stellt ihn über sich selbst hinaus.

Und dann ist es die Darstellungsweise. Ganz absehendvon der zufälligen Erscheinung, gänzlich ohne die Absicht,irgend welche Täuschung hervorzubringen, ist die ganzeKraft des Künstlers allein auf die Bedeutung des Darzu-stellenden gerichtet, ja, selbst von dem Seelischen undLeidenschaftlichen nimmt er nur das Wesentliche, das Be-zeichnende. Ein feiner Sinn für Ebenmaass, für Harmonieder Formen bewahrt ihn vor Unklarheit, und ein voll-kommenes Verständniss der natürlichen Formen schützt ihnvor Leere und Trockenheit, und zu allem dem spricht einegrosse ernste Mannes- und Dichterseele aus jedem Bilde;das Unbeschreibliche, der Genius und der Charakter desKünstlers, von dem man nie sagen kann: hier oder dasteckt er in dem Bild oder Dichterwerke, ist es, was unserhebt und hinreisst.

Seltsam und nach meinem Gefühl unerquicklich ist dieErwartung des jüngsten Gerichtes.

Hier hat der Meister eine unlösbare Aufgabe gehabt;es ist ein Votivbild, und es ist dadurch eine Mischung vonDingen hineingekommen, die auch der grösste Geist nichtzusammen und in Einklang bringen kann. Die Erwartungdes jüngsten Gerichtes ist kein malbarer Gegenstand, es ist