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klärte, hatte doch in seinem gxössten Werke gerade diesesVertiefen in sich selbst, das grübelnde Suchen nach demUnfindbaren auf's gewaltigste dargestellt; er hatte in demFaust das ganze deutsche Wesen in eine Figur zusammen-gezogen, und' dieses Werk war vor Allem populär ge-worden. Auch die religiösen Anklänge darin und dasMittelalterliche, so sehr sich der Dichter in seinem Werkeselbst dagegen wehrte, heimelte jeden Deutschen an; derFaust hat die Deutschen eine geraume Zeit mehr beschäf-tigt, als selbst die gewaltigsten Ereignisse und Begeben-heiten des wirklichen Lebens.
Auch die Künstler wandten sich ihm zu und suchtendes Dichters Werk sichtbar zu verkörpern. Die neuerwachteLiebe zum Altdeutschen, denn ein neues gab es ja nochnicht, kam dazu, und so konnte ein Werk entstehen undBeifall finden, wie Cornelius' Bilder zum Goethe'schen Faust.Zwar der Dichter selbst fand diese Uebersetzung seinerPoesie nicht nach seinem Geschmack; er hatte seinenFormensinn an anderen Mustern gebildet, wie die waren,denen der Maler folgte; der Maler hatte aber dennochdas Richtige getroffen. Auch in seinen Zeichnungen zumNibelungenlied.
So sehr auch diese Darstellungen den Charakter vonAnfängen haben, so sind sie doch gewisserfnaassen derGrenz- und Grundstein der wiederaufgelebten nationalenGesinnung in der deutschen Kunst; fortan stehen wir mitbeiden Füssen auf deutschem Boden.
Des alten Homer müde, hatte man ein deutsches Eposgesucht und das Nibelungenlied gefunden, es galt für mehrund grösser als die Ilias und die Odyssee, die Sage tratwieder in ihre Rechte, die Heldenlieder tönten uns wiederin die Ohren mit dem Reiz der Neuheit und dem Zauberentlegenster Vorzeit; man suchte Formen für diese Gestalten,und Cornelius fand sie.
In diesen ersten Werken, ja, in den Werken nochfrüherer Zeit, aus den ersten Jünglingsjahren des Meisters,