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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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von welchen sich noch Einiges erhalten hat, erkennt mansogleich die gewaltige Kraft, die sich später so glorreichentwickeln sollte.

Einerseits zeigt sich das Anlehnen an die altdeutschemittelalterliche Kunst, anderseits, und das ist wesentlichbezeichnend für die neu eingeschlagene Richtung, das Strebennach der Darstellung des innerlichsten Wesens, der Seelen-stimmung, für welche die äusserliche Erscheinung nur dasMittel bildet. Ganz im Gegensatz zu den antikisirendenKünstlern, welche sogar den Affect der Leidenschaftenunterdrücken und massigen zu müssen glaubten, um nichtdie edle Form und das Maass der Schönheit zu verletzen,ist es bei Cornelius gerade der Affect und die Leidenschaft,welche das Hauptmoment der Darstellung bildet und dersich die Form unterordnen muss.

Wie bei Albrecht Dürer das Charakteristische das Wesender Darstellung ist, so auch bei Cornelius, aber reichereMittel und ein weiterer Gesichtskreis erlauben dem neuerenMeister, in schöneren Formen zu charakterisiren, als sieden alten gelangen.

Sehr interessant ist es, in einem Landschaftsbilde vonKoch eine Staffage von Cornelius zu betrachten. In vielenFiguren und reichen Gruppen wird Jakob's Rückkehr mitseiner Familie und seinen Heerden nach der Heimath dar-gestellt. Energische Bewegungen und eine bestimmtecharakteristische Zeichnung zeigen in diesen Figürchen diereiche Phantasie des Künstlers und die Leichtigkeit, mit derer componirt; die Art der Darstellung aber und die Mal-weise erinnert an die altdeutschen Meister, doch ist sienicht so trocken und peinlich, wie man es an anderen An-hängern des alterthümlichen Styles wohl findet: im Gegen-theil, es herrscht Fülle und Anmuth in dieser Darstellung.

Auch Cornelius hatte sich, wie Carstens, selbstständigund nicht in regelmässigem akademischen Schulgange ge-bildet, obgleich er der Sohn eines Malers und Inspectorsder Düsseldorfer Akademie war; aber diese Akademie, schon