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fängt später an, auf unsere so expansiven Nachbarn ein-zuwirken.
Die deutsche monumentale und besonders die deutschereligiöse Kunst gewann während ihrer Blüthezeit sowohl inFrankreich, wie in Belgien viele und bedeutende Anhänger,und wirkte mit besserndem moralisirendem Einfiuss gegen dieäusserliche und verflachende Modekunst jener Tage, undwenn wir von unseren Nachbarn mit Nutzen technischeFertigkeiten und Vollkommenheiten lernten, so lernten un-sere Nachbarn allmählich von uns, dass es mit dem blossenPinsel und Meissel und der geschickten Hand doch nichtganz gethan ist; die Deutschen erfüllen ihre gewöhnlicheAufgabe, sie denken und erfinden, sie träumen und dichten,und, wie sie es so oft gethan, sie bringen Ernst und Be-geisterung zurück in eine frivole, materialistische und gleich-gültige Welt.
An der neuen Pinakothek in München hat W. vonKaulbach in einer Reihe von Frescobildern darzustellenversucht, wie König Ludwig Kunst und Künstler von Romnach München übersiedelte und was sie danach in dieserneuen Heimat geleistet und gethan haben.
Man sollte eigentlich Niemandem bei Lebzeiten einDenkmal setzen, und wenn er es zehntausend Mal verdienthätte; besonders sollte man im Lapidarstyl nicht humo-ristisch sein wollen und in monumentaler Kunst keineWitze machen; aber das Denkmal, von welchem ich ebenrede und welches der Künstler seinem Mäcen, sich selbstund verschiedenen Freunden und Genossen gesetzt hat, istzu bezeichnend für die Entwickelungs-Geschichte der neuerendeutschen Kunst, wie die Künstler diese Geschichte auf-fassen, als dass ich nicht hier daran anknüpfen müsste.
Im ersten Bilde, denn darauf kommt Alles an, ist,,allegorisch in Kaulbach's Weise, dargestellt, wie die Vor-fechter der neuen deutschen Kunst gegen den akademischen„Zopf" zu Felde ziehen.