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Sie haben manches Gute mit nach Hause gebracht,auch viel Schlimmes und Hinderliches; aber so lange eineKunst lebendig bleibt, fördern auch wohl scheinbar ver-derbliche Einflüsse dieselbe.
Auch die Romantiker und Coloristen haben ihre Zeitgehabt, und gerade durch die Coloristen ist die nächsteUmwandlung hervorgebracht.
Das Streben nach dem Colorit machte ein aufmerk-sames Naturstudium nötig, nicht im Sinne der Classikermit vorwiegender idealer Tendenz, sondern ein ganz rea-listisches, ins Einzelne gehendes und im Einzelnen haften-des Studium. Das Portrait, welches unter den idealistischenAnschauungen vernachlässigt worden war, kam wieder zurGeltung und ward mit grossem Erfolg- studirt und ge-fördert; man ward auf individuelle Schönheiten der indivi-duellen Natur aufmerksam und suchte sie möglichst individuellwieder zu geben, und so trat auf einmal an die Stelle derSchönheit die Wahrheit und sollte fernerhin allein Massund Gesetz geben. Die Realität der umgebenden Weltdrängte sich den Künstlern mächtig auf, und sie stürztensich frisch hinein. Principien und Regeln, Traditionen undSchule wurden beiseite geworfen und die Natur — dasheisst, die individuelle Natur des einzelnen Geschöpfes undMomentes — war an die Stelle aller Ideale getreten; dieseNatur sollte fernerhin alles Mass und alle Form geben; fortmit Aesthetik, ja, fort mit der Poesie; was ist, wie es ist,ist recht und gut und schön, und die Natur kann nichtirren, also auch nicht die Kunst, wenn sie ihr folgt.
Die Kunst war aus dem Epos und der Tragödie derclassischen Kunst in den Roman der Romantiker über-gegangen, aus diesem in die platte Prosa.
Noch einen Schritt weiter, und man verfiel geradezu inTrivialität und absichtliche Hässlichkeit, in die liebe bequemeGemeinheit und Gedankenlosigkeit.
Auch diesen Schritt hat die französische Kunst inspäterer Zeit gethan, und leider hat ihr ein grosser Theil