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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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kaner und Welteroberer abgelegt; die Pariser waren wiederPariser geworden; man war des tragischen Pathos müde,man fand die nackten Helden mit Helm und Schild unddie Weisen in der Toga langweilig, und war selbst dersüssen Venus und der holden Grazien müde geworden; dieZeit verlangte nach Anderem.

Da erschienen die Romantiker und kehrten, wie dieClassiker die Nymphen und Schäferinnen hinausgekehrthatten, ihrerseits die Helden und Götter hinaus.

Nur sind die französischen Romantiker durchaus nichtunseren Romantikern ähnlich: die romantische Schule derFranzosen in Dichtung wie in bildender Kunst ist durchausverschieden von unserer romantischen Schule.

Wie jene Classiker ihr höchstes Ziel darein setzten,die ideale Schönheit der antiken Form zu erreichen, sosuchten die Romantiker ihr höchstes Ziel in der malerischenFarbe und Wirkung; wie jene sich bestrebten, den Men-schen in idealer Vollkommenheit darzustellen, möglichstgetrennt vom Zufälligen und Besonderen, so suchten diesegerade im Zufälligen und Besonderen, in der characteris-tischen Individualität den Reiz, welchen jene Werke nichtmehr übten.

Vor Allem war es das Mittelalter mit seinen buntenund fantastischen Costümen, was anzog, und dann derOrient. Ohne viel Wahl wurde gemalt und gemeisselt,was nur originell und seltsam erschien, was neu war undauffallend und stumpfe Nerven reizen konnte; es ist dieZeit der Mord- und Hinrichtungs-Scenen, der historischenMomente, in welchen gar häufig die Kostüme, Sammetund Atlas und Pelz und Harnische die Hauptrolle spielen,biblische Geschichten und mittelalterliche Dichter werdenausgemalt, insofern sie Gelegenheit bieten zu fantastischfremdartigen Darstellungen, Hässliches, ja, Abschreckendeswird mit Vorliebe dargestellt; das Schöne ist aus der Modegekommen, man sucht das Interessante.

Auch hier ist es wieder das Aeussere, die Erscheinung,