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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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tanten ging; es war die Zeit der Boucher, der Watteauund ihrer Genossen.

Da erhob sich das Volk von Frankreich und erschlug:seine entarteten Vertreter; es wäre kaum nötig gewesen»sie wären ohnehin gestorben.

Aber ehe die brutale Gewalt eingriff und aufräumte,war in den Geistern bereits die Revolution ausgebrochen,und auch in der Kunstwelt. Was unter uns DeutschenWinckelmann, Lessing und Goethe kritisch beobachtend,enthusiastisch schildernd und dichtend aus der antikenKunst gewonnen und gelernt hatten, lernte und gewannLouis David künstlerisch schaffend, und sein erstes Auf-treten fegte mit Einern Schlage die ganze zierliche undfeine Hofkunst hinweg. Der Hof war todt, die alte Ge-sellschaft war todt und ihre Kunst starb ihr nach: es folgtedas Volk und des Volkes Kunst, eine leidenschaftliche, ge-waltthätige, heroische Kunst, tragisch und pathetisch, häufig;phrasenhaft und bombastisch übertreibend, aber ernst nndselbstbewusst und willenskräftig, eine männliche und vorAllem eine moralische Kunst.

Denn auch die Kunst hat ihre Moral; sie besteht daräm,dass sie ihre Aufgabe redlich und um ihrer selbst wilemzu erfüllen strebt. Früher schon hatten sich kritischeStimmen erhoben, welche selbst innerhalb der überbildetejavornehmen Gesellschaft auf die Unnatur der Zustände mmdder aus diesen erwachsenen Kunst hindeuteten med eämiMittel dagegen in der Rückkehr zur schlichtem Xataur-Nachahmung suchten; besonders war es Diderot, welcher.Avie Rousseau auf dem Gebiet der Moral und Sitte, antfdem Gebiet der bildenden Kunst in sehr bemerkenswertlierAVeise reformirend bestrebt war, und einige Maler, wieGreuze, Chardin und andere, wandten sich der Darstelhiumg-des gewöhnlichen Lebens zu, dem Genre, wie es unsere Zeitmit Vorliebe und Geschick ausgebildet hat: aber vor jeaeim gwaltigen Pathos des David und seiner Schüler und Nacfoatamerverschwanden alle diese kleineren Kräfte und Bestareforai..