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wären. Da war nun natürlich Schmalhans wieder Küchen-meister. Während dieser Zeit hat Becker eine ganze Reihevon Cartons zu Kirchenfenstern gezeichnet, welche gar vieleKirchen im Rheinland und Westphalen schmücken. Auchfür verschiedene andere Maler zeichnete er Cartons zu Wand-gemälden für Kirchen, wie denn die neue Kirche zu Sinzigfast ganz nach Entwürfen meines Vaters und, wenn ichnicht irre, nach Cartons von E. Steinle ausgemalt ist.
1863 im Herbst begleitete er seinen Freund, denChef der Kölnischen Zeitung nach Italien um dort diegrossen Maler zu studiren und quittirte nach seiner Rück-kehr, im Jahre 1864 seine Stelle als Zeichner, weil ermit dem geringen Gehalt nicht leben konnte. Er wolltees noch einmal mit der Malerei probiren. Aber in Kölnhatte er noch weniger Erfolg wie in Düsseldorf. Er maltewohl einige Portraits und gab Zeichenunterricht, aber alleAnstrengung brachte nichts ein. Längst schon waren seinesämmtlichen Bilder in den Besitz der Gläubiger überge-gangen und die Noth nahte schlimmer wie je. Dazu kamnoch ein grosser Verlust, den ihm ein betrügerischerKunsthändler in Warschau zufügte, welchen Becker mitmehreren hundert Thalern abtragen musste. 1865 erreichtedas Elend den höchsten Grad. Schon waren die meistenMöbel verkauft und Wäsche und Kleidungsstücke versetzt;die Kinder waren krank oder konnten aus Mangel an Klei-dern nicht auf die Strasse gehen und seine Frau lag anEntkräftung aus fortgesetzter Entbehrung erkrankt zu Bett.Er selbst war mehrmals vor Hunger und Schwäche an derStaffelei umgefallen, während er sein letztes Oelbild malte,„eine Mutter mit dem Kinde" und noch ahnte von seinenFreunden keiner die grosse Noth. Da kam Hülfe. 1866,