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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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wie der Krieg ausbrach, trat Becker in die Redaction derKölnischen Zeitung ein und widmete sich fortan ganz demBerufe als Kunstkritiker und Redacteur bis kurz vor sei-nem im Jahre 1885 erfolgtem Tode.

In dieser Stellung hat er durch seine Kunstkritikenden Sinn der gebildeten Welt unablässig auf die Kunstgelenkt und dadurch mittelbar ungemein wohlthätig für dieKünstler gewirkt. Wie viel er im Stillen durch gutenRath, Belehrung und Empfehlung, namentlich für dieDüsseldorfer Künstler gethan hat, davon geben die vielenHunderte von Briefen Zeugniss, die in meinem Besitzsind, unter denen sich die Autographen der bedeutendstenKünstler befinden. Selbstlos und mit reichem Wissen aus-gestattet, hat er die Interessen der Künstler vertreten undsonder Gunst. Wenn er tadelte, so geschah es zwar mitErnst, aber auch mit dem Wohlwollen, welches ein guterMensch den ersten Bestrebungen Anderer entgegen bringt.

Seinen Freunden ein treuer Freund, den Feinden einschneidiger Gegner, voll Rücksicht für die Schwachen undohne Barmherzigkeit gegen die Hohlköpfe, lebenslustig,voll feinen Witzes und äusserlich nie getrübter Heiterkeit,war er ein beliebter Gesellschafter in den Kreisen der Ge-bildeten, und die tiefer Stehenden verehrten in ihm denMenschen, der menschlich dachte und fühlte. Er hat aufdie Geschicke der Nation nicht eingewirkt, aber er hat da-nach gestrebt, das Volk anzuleiten zum Genuss des Schönen.Er strebte danach, das Volk zu bilden, und dadurch diedeutschen Künstler zu heben und hat auf diesem Felde mitAuszeichnung gewirkt. Nie trat er persönlich hervor imLeben, und als er starb, ist ein freundliches mildes Men-schengemüth eingeschlummert, unbemerkt von den schnell