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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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lieh dreissig Thaler auszahlen wolle, wenn ich dafür jedenMonat eine solche Arbeit liefern könnte, wie die oben an-geführte Brochüre über die Muster. Sehr schön! ich habeihm gesagt, er solle nur Gegenstände und Stoff angeben,an mir solle es dann nicht fehlen. Und somit nochmalsProsit Neujahr! Möge das wundervolle Wetter und diegute Laune von heute Morgen ein gutes Auspicium seinfür 1860. Mir ist ganz spasshaft zu Muthe, und wirklich,wenn es uns nur irgend leidlich geht, so sind wir kreuz-fidel und mehr oft wie in besseren Zeiten. Lieber Freund!nur einen fördernden Sonnenstrahl, nur einen Mäcen oderProtector und ich will dennoch zeigen, dass ich ein ganzerKerl bin. Und ich bin auch ein guter Maler, trotz alledemund alledem. Freilich ist mein Geschmack nicht der desPublicums was ich schön finde, finden die Leute nichtschön oder begreifen es nicht, wenigstens meistens nicht.Wenn ich schreibe, verstehen sie es famos und als Kritikerhabe ich Gewicht, weil ich meine weisen Lehren mit demHonig und Pfeffer des Humors würze, aber humoristischmalen kann ich nicht.

Das Jahr 1860 liess sich für Hermann Becker ganz gutan. Er hatte in Köln eine Stellung gefunden, die ihm zu-sagte, nämlich als Zeichner für die Glasmalereianstalt vonFr. Baudri. Fünfzig Thaler monatliches Gehalt waren ihmzugesagt und so siedelte denn die ganze Familie nach Kölnüber. Auch für die Kölnische Zeitung war er als Kritikerfortwährend sehr thätig, und er hätte ganz gut leben kön-nen, wenn nur die Schulden nicht gewesen wären. Aberdiese und die Gerichtskosten Hessen ihn nicht zu Athemkommen. 1863 hatte ihm sein Principal den Gehalt aufdreissig Thaler heruntergesetzt, weil die Zeiten so schlecht