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Jm Jahre 1847 scheint Hermann Becker eine Reihevon Wandgemälden im Dom zu Neuss geschaffen zu haben,zu welchen die Compositionen schon früher entstandenwaren. Dieselben sollen später durch Wasser oder Feuerverdorben worden sein. Jch konnte jedoch nichts Genaue-res darüber erfahren, weil mein Vater keine Aufzeich-nungen über seine Arbeiten hinterlassen hat, und kann des-halb keine Bürgschaft für diese Notiz übernehmen.
Wiederum erfasstc ihn die tückische Krankheit imJahre 1847 und heftige Blutstürze brachten ihn dem Todenahe, und nur der sorgfältigsten Pflege verdankte er dieRettung seines Lebens. Diese Krankheit und die Sorge fürseine Familie (1847 war ihm die erste Tochter Amalie ge-boren worden) zogen ihn von der Oeffentlichkeit mehr undmehr zurück, und selbst die Stürme des Jahres 1848 be-wegten ihn nicht zur Theilnahme am öffentlichen Leben,denn Becker, allerdings freiheitlich und grossdeutsch ge-sinnt, zweifelte an dem Erfolg der ganzen Bestrebung.Mehr wir je versenkte er sich in seine Kunst, seine Pro-duction schien zu wachsen, er vollendete seine Oelgemälde„Christus begegnet Maria nach der Auferstehung im Garten"und „Christus empfängt den Kelch aus den Händen desEngels" (unten, im Hintergrunde, ruhen die Jünger), sowie„Die trauernden Engel" und betheiligte sich ausserdem anden Concurrenzen zu Altargemälden für die Petrikirche inHamburg und die katholische Kirche in Altena. In derersten Concurrenz unterlag er gegen seinen Landsmann,dem Historienmaler H. Steinfurth und in der letzteren gegenden Historienmaler und späteren Professor Karl Müller inDüsseldorf. Die ungemein ausgeführten Zeichnungen fürHamburg zeigen die Auferstehung des Heilandes nebst