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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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Freunde betheiligten sich lebhaft an beiden Vereinen. Schonin dieser Zeit begannen die ersten Anzeichen des später soheftig werdenden Kampfes zwischen der Akademie undihren Anhängern und den jüngeren Künstlern, welche, mitden an der Akademie herrschenden Kunstanschauungen nichteinverstanden, gegen die akademische Bevormundung Frontmachten. Auch die Anfänge der freiheitlichen Strömungvon 1848 und 1849 machten sich in Düsseldorf schon da-mals bemerkbar, wenn auch bei den jungen Künstlernmehr in dem Streben nach Selbstständigkeit. EmanuelLeutze, der einen grossen und bestimmenden Einfluss aufseine Altergenossen ausübte, und dessen in Düsseldorfweilende amerikanische Landsleute übertrugen die freiheit-lichen Ansichten ihres Heimathlandes auf ihre Freunde undfanden einen günstigen Boden für ihre Ideen.

Für Hermann Becker sollte das Jahr 1846 von ganzbesonderer Bedeutung werden, denn er machte damals dieBekanntschaft seiner späteren Frau, Amalie geborene Spöne-mann. Es war die ganz eigenartige Schönheit dieses Mäd-chens, welche den neunundzwanzigjährigen hochgebildetenMann fesselte, trotzdem seine spätere Frau ganz geringerLeute Kind, und keineswegs sehr gebildet war. Aber derihr eigene Mutterwitz und die ungemeine Anmuth, welcheihr ganzes Wesen umgab, erklären die tiefe Neigung, welcheBecker für sie fasste und ihr bis zum Lebensende bewahrte.Und er war nicht der Einzige, welchem die Schönheit diesesMädchens den Kopf verdreht hatte, denn eine ganze Reihenamhafter Künstler bewarben sich um ihre Gunst. JosephFay, Emanuel Leutze, Chr. Köhler, W. von Schadow undHermann Becker haben die eigenartige Schönheit ihresKopfes im Portrait verewigt.