— XV —
durch den Strom und trennte zwei Herzen auf ewig — diesich einen ganzen Tag ziemlich gut amusirt hatten. — ...
Dem Herrn und der Frau Herrmann viele Grüsse unddas Versprechen, in vierzehn Tagen Geld von mir zu be-kommen. Entschuldigt, so gut Ihr könnt, mein sonder-bares Abschiednehmen.
O geliebte Freunde, tröstet alle meine Gläubiger, dieEuch zu Gesicht kommen und sagt ihnen, sobald ich meineBilder verkaufe, wollte ich sie alle bezahlen. O geliebterPaderborner, tröste Alle, die nach mir seufzen. Dir oHambummel (Spitzname von H. Becker) lege ich an dasHerz, den kleinen Schreiner Krengel zu fragen, was ermit meinem Mondschein angefangen, und Dir o Lüttich,(Spitzname des Malers Lüdecke) was soll ich Dir sagen?Du weisst, Du kennst das Sehnen, welches Herr Morronach mir trägt, o tröste auch ihn. Tröste auch Herrn Lang,meinen ehemaligen Hauswirth und alle diejenigen, welchemich von dieser einen Seite kennen, ach und was die andereSeite betrifft, (wohl eine junge Dame!) so lege ich Euchan's Herz, diese andere Seite von allen Seiten zu grüssen.Tausend Grüsse auch an Euch, von Eurem
- langen Weber."
Mittlerweile war das Jahr 1843 herangekommen. Beckerhatte fleissig gemalt und namentlich gezeichnet, und warbeschäftigt mit grossen Compositionen zur biblischen Ge-schichte, die aber nicht recht gelingen wollten, wenn manden Briefen seiner Freunde glauben darf. Er gerieth da-durch in eine höchst verbitterte Stimmung, welche nichtgünstig auf seine schwächliche Constitution einwirkte. Aberder Eifer blieb ungeschwächt. Um ungestört componirenzu können, fasste er mit Carl Andreae, Jules Heibig, Denys