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und Tourte den Plan, gemeinschaftlich ein Haus zu miethenund dort zu wohnen. Hier wurde dann eifrig studirt und —lustig, ja, sogar recht wild gelebt, wobei Wein, Weib undGesang die Hauptrolle spielten. Für den Gesang sorgtendie Maler Eybe und Kumpel, das weibliche Element stell-ten die Modellmädchen, kurzum, es war ein richtigesZigeunerleben. Doch scheint Becker damals eine ernstereLiebesangelegenheit gehabt zu haben, denn als er wegender Uebernahme seines Vermögens im Sommer 1844 nachHamburg reiste — er war grossjährig geworden — schriebihm sein Freund Carl Andreae folgende Zeilen, welche fürdie romantische und schärmerische Gesinnung der jungenLeute recht bezeichnend ist. Derselbe sagt in seinem Briefe:
„Fast hätte ich vergessen Dir eine Geschichte zu er-zählen, die Dir eine Thräne der Wehmuth entlocken wird:Wenn Tag und Dunkel mit einander kämpfen, und grauesDämmerlicht die Erde deckt, so naht alltäglich sich eineschlanke zarte Frauengestalt, die, unsere Schwelle über-schreitend, in Deinen öden leeren Gemächern verschwindet;nie wagte einer der Hausbewohner der scheinbar Trauern-den zu folgen, die eine Stunde stets verweilend, dann laut-los, wie sie erschien, wieder entschlüpft. Auf Deiner ver-ödeten Staffelei aber liegt immer ein frischer Blumenstraussund — eine Thräne . . . Wer die um Dich weint, ahnstDu es? Nun erlaubten wir dem Voss, der schon wiedereinen Conradin malt, Dein Atelier zu benutzen, als nundie Dämmerstunde naht, erscheint die geheimnissvolle Dame,tritt lautlos ein und — findet den Sarkophag den sie täg-lich mit dem frisch duftenden Opfer schmückte, entweihtdurch einen Fremden." —
In Hamburg malte Hermann Becker die ersten Por-