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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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für verrückt erklärt. Ein Maler stand dem eingefleischtenKaufmann nicht höher wie ein Müssiggänger oder einComödiant, vor dem man in den dreissiger Jahren garwenig Respect hatte. Etwas mehr Anregung fand sichaber dennoch in Hamburg. Gleichaltrige Freunde undfrühere Schulgenossen gaben den Anlass zu weiterenwissenschaftlichen Studien und daneben wurde heimlichbei einem Maler gezeichnet. Literarische Kränzchen bil-deten sich, an denen die Schwestern der jungen Leute sichbetheiligten und man schwärmte für Kunst, Poesie undTheater mit allen Fiebern einer jugendlichen Seele. Her-mann Becker war einundzwanzig Jahre alt, als sein Vaterim Jahre 1838 starb und dieser Todesfall wurde für ihn zueinem Wendepunct in seinem Leben. Seine bisherigeThätigkeit war ihm ein Gräuel und alle Fasern seinesHerzens zogen ihn hinaus in die Freiheit, wo ihm dieKunst mit ihrem blendenden Schimmer winkte.

Doch so leicht ging das Fortgehen nicht, als er essich dachte, denn weder sein Vormund, noch seine Stief-mutter wollten sich dem Wunsche fügen. Die ganzeFamilie mit sämmtlichen Verwandten, lauter ehrbare, nüch-terne und gar fromme Kaüfleute, geriethen in helle Ver-zweiflung. Würdige Mütter jammerten über den Leichtsinndes jungen hübschen Mannes, der, selbst nicht ohne Ver-mögen, gar bald eine gesicherte Stellung als Kaufmannerringen würde, und dem gewiss keine angesehene Familieihre Tochter versagen würde, nun hinausziehen wollte einerunbestimmten Existenz entgegen.

Aber weder die Vettern noch die Basen und Tantenkonnten den Entschluss des jungen Mannes in's Wankenbringen und so gaben denn endlich sowohl die Mutter wie