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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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eventuell wie lange die Winzenburg nach seiner Bestätigungunverpfändet blieb, geht aus den Quellen nicht hervor. Lüntzel J )nennt sie nicht unter den Burgen, welche um 1406 in fremdenHänden waren, und die häufigen Botschaften, welche der Rathvon Hildesheim an den Bischof (an unsen hern") in den Jahrenvon 14011413 nach der Winzenburg sandte 2 ), könnten derVermuthung der eigenen Bewirthschaftung als Bestätigung dienen,wenn nicht eine Urkunde vom 3. April 1413 wenigstens für dieletztverfiossenen Jahre das Gegentheil bewiese. Darin versprichtder Bischof Johann III. unter Eid, die Einkünfte der von demDomkapitel ihm bewilligten Bede zur Einlösung der SchlösserSteuerwald, Peine und Winzenburg, sowie zur Bezahlung derStiftsschulden zu verwenden 3 ). Wer die Pfandinhaber dieserZeit waren, lässt sich aus den Rechnungsbüchern nicht erkennen;möglich, dass es 1410 der Ritter Aschwin von Saldern war, weilin diesem Jahre ein Rathsbote an ihn nach der Winzenburg ge-sandt wurde 4 ), und dass ihm Berthold Bock im Pfandbesitzefolgte, der 1413 dort eine Botschaft des Raths entgegen nahm 5 ).Sofern die Einlösung mit Hülfe der dem Bischof im Jahre 1413bewilligten Bede wirklich geschah, war dieselbe jedenfalls nichtvon Dauer. Schon 1422 wurde Heinrich von Steinberg von derWinzenburg abgelöst, die er bis dahin mit Anderen pfandweiseinne gehabt 6 ). Am 26. März desselben Jahres refutierte derKnappe Burchard von Dalem durch Ordenberg Bock und Hansvon Steinberg dem Bischöfe sein Burglehn zu Winzenburg mit9 Hufen zu Hasekenhausen und einem Kothofe, wofür er 6 HufenLand in Rosenthal mit dem zugehörigen Meierhofe nebst einemKothofe, einem Burglehn zu Peine und einem Garten bei derdortigen Neustädtischen Mühle empfing 7 ).

') a. a. 0. II, 375. 2 ) S. Hildesh. Stadtrechnungen bei Doebner,Hildesh. Urkb. V, 1, S. 188, 203, 271, 272, 274, 275, 303, 318, 398, 430, 450,453, 486, 494. 3 ) Or. St.-A. H., Dornst. Hildesb. Nr. 1265. 4 ) Doebnera. a. 0. V, 1, S. 394. 5 ) Das. S. 492. 6 ) Bebrens a. a. 0. 58. *) Or.St.-A. H., Dornst. Hildesh. Nr. 1341. Mit dieser Eefutation unvereinbarist eine Urkunde vom 2. Juli 1418 (das. Nr. 1300), durch welche derselbeKnappe Burchard von Dalem demselben Bischöfe sein Burglehn zu Winzen-burg mit den zugehörigen Besitzungen in Hasekenhausen resigniertund dafür einen Meierhof, 4 Höfe und einen Kothof zu Rosenthal nebsteinem Hofe zu Peine erhält. Es scheint, dass der Verzicht nicht zurAusführung kam.